Staatsanleihen im Aufwind dank schwacher US-Wirtschaftsdaten
Die Kurse deutscher Staatsanleihen konnten auch am Freitag an die Gewinne des Vortages anknüpfen. Gestützt durch schwache Wirtschaftsdaten aus den USA und die daraus resultierenden Erwartungen an Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed, verzeichnete der richtungweisende Euro-Bund-Future am Morgen ein Plus von 0,22 Prozent und notierte bei 134,62 Punkten. Parallel dazu fiel die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf 2,22 Prozent.
Bereits am Vortag hatten schwache US-Wirtschafts- und Arbeitsmarktdaten die Anleihemärkte verstärkt. Die wachsende Erwartung, dass die Fed die Leitzinsen senken könnte, lieferte weiteren Schub. Anleiheexperten der Commerzbank kommentierten hierzu: "Das Bondmarktumfeld bleibt konstruktiv, da die US-Makrodaten nachgeben, die Zentralbankspekulationen zunehmen und der Risikoappetit nachlässt." Der US-Arbeitsmarktbericht, der am Nachmittag von der US-Regierung veröffentlicht wird, dürfte diese herausfordernde Woche abschließen.
Während des Vormittags wurden zudem Industriedaten aus der Eurozone bekanntgegeben. Hierbei zeigte sich, dass die Industrieproduktion in Frankreich im Juni schwächer als erwartet gestiegen ist. In Italien hingegen verzeichnete die Produktion einen unerwarteten Anstieg.

