Spannungen Verschärfen Sich: Israel Greift Iranische Atomanlagen an
In einer eskalierenden Episode der Spannungen im Nahen Osten hat Israel Medienberichten zufolge einen Angriff auf einen Schwerwasserreaktor nahe Arak im Iran durchgeführt. Laut einem Bericht des israelischen Armeesenders erfolgte der Angriff nach einer zuvor ausgesprochenen Warnung in persischer Sprache durch einen Militärsprecher. Die israelischen Streitkräfte riefen die Bewohner von Arak und Chandab auf, sich in Sicherheit zu bringen. Der umstrittene Reaktor liegt südwestlich von Teheran, der Hauptstadt des Iran. Israel beschuldigt den Iran, den Bau einer Atombombe anzustreben, was es als Bedrohung für seine Existenz ansieht.
Gleichzeitig berichtete die iranische Atombehörde über einen Angriff auf einen Forschungsreaktor und einen Schwerwasserkomplex. Die Berichte einer regierungsnahen Webseite, "Iran Nuances", betonen jedoch, dass weder Opfer zu beklagen seien noch eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe. Der Vorfall wurde der Internationalen Atomenergiebehörde gemeldet. Schweres Wasser spielt eine Rolle in der Kühlung von Kernreaktoren und kann als Nebenprodukt Plutonium erzeugen, das potenziell für den Bau von Kernwaffen genutzt werden könnte.
Die israelische Armee bestätigte den Angriff und bezeichnete den angegriffenen Reaktor als "stillgelegt." Berichten zufolge wurden in der Nacht im Iran dutzende militärische Ziele von 40 Kampfjets angegriffen, wobei über 100 präzisionsgelenkte Munitionen zum Einsatz kamen. Der Angriff erfolgte im Rahmen von Bemühungen, den Iran an der Entwicklung von Atomwaffen zu hindern, und richtete sich auch gegen den Reaktorkern zur Plutoniumproduktion, ein zentrales Element der potenziellen Waffenentwicklung.
Ursprünglich war der Arak-Reaktor für die Herstellung von waffenfähigem Plutonium konzipiert, doch in den vergangenen Jahren war davon abgesehen worden. Entsprechend internationaler Abkommen wurde der Reaktor umgebaut, um nur niedrig angereichertes Plutonium zu produzieren, das nicht für Waffen geeignet ist. In weiterer Ausweitung griff die israelische Luftwaffe auch eine Atomanlagenentwicklung in Natans und weitere militärische Produktionsstätten an. Ziele umfassten zudem Flugabwehrsysteme und weitere militärische Infrastrukturen. Die Angaben sind bisher nicht unabhängig verifiziert.

