Spannung vor den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen: AfD und CDU im Fokus
Es verbleiben nur noch wenige Tage bis zu den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen, die das politische Gefüge nachhaltig verändern könnten. Laut aktuellen Umfragen droht in Thüringen eine schwierige Regierungsbildung, da die AfD als stärkste Kraft gehandelt wird. In Sachsen hingegen scheint die CDU auf Kurs zu einem erneuten Wahlsieg, möglicherweise hält sogar ihre Koalition mit der SPD und den Grünen.
Am vergangenen Freitag mobilisierten die Parteien noch einmal alle Kräfte, um Wählerstimmen zu sichern. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) trat mit Spitzenkandidatin Petra Köpping in Chemnitz auf und thematisierte die Notwendigkeit von Arbeitskräften aus dem Ausland für Deutschlands Wohlstand und Zukunft. Der Auftritt wurde jedoch von lautstarkem Protest der rechtsextremen Freien Sachsen begleitet.
Auch Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) warnte in Sachsen vor möglichen wirtschaftlichen Schäden durch die AfD und rief dazu auf, der Partei keine Stimme zu geben. In Thüringen bekannte sich Markus Söder (CSU) gemeinsam mit CDU-Spitzenkandidat Mario Voigt gegen die Maßnahmen der Bundesregierung nach den jüngsten Anschlägen und deutete auf den Einfluss der bevorstehenden Wahlen hin.
Die AfD, deren Vorsitzender Tino Chrupalla in Görlitz auftrat, verspricht hingegen sichere Zustände und eine Bürgerfreundliche Politik. Für viele Wähler bleibt jedoch noch unentschieden, wie bestehende Umfragen zeigen. In Thüringen liegt die AfD bei 29 Prozent und damit vor der CDU mit 23 Prozent. In Sachsen liegt die CDU mit 33 Prozent vor der AfD mit 30 Prozent.
Meinungsforscher Manfred Güllner betont die hohe Unsicherheit bezüglich des Wahlausgangs, da sich viele Wähler erst kurzfristig entscheiden. Zudem könnten Migrationsdebatten der CDU in Sachsen einen leichten Vorteil verschaffen, so Politologe Hans Vorländer aus Dresden.

