Skate: Season 3 bringt die Isle of Grom zurück, doch der Weg dorthin kostet mehr als nur Mühe
Seit dem Frühzugangsstart hat Skate von Full Circle eine Menge Lob, aber auch reichlich Gegenwind eingesteckt. Staffel 3 sollte eigentlich das Kapitel sein, das die Wogen glättet – mit einer erweiterten Karte, frischen Inhalten und einem klaren Bekenntnis zur Langzeitentwicklung. Stattdessen entzündet sich an einer einzigen Entscheidung eine Debatte, die die Gemeinschaft gerade in zwei Lager spaltet.
Die Isle of Grom kehrt zurück – größer, weitläufiger, umstrittener
Das Herzstück von Staffel 3 ist die Rückkehr der Isle of Grom, die bislang lediglich als Übungsareal bekannt war. In ihrer überarbeiteten Form hat die Insel deutlich an Umfang gewonnen: Massive Sprünge, halsbrecherische Gefällestrecken und Abflusskanal-Passagen, die sichtlich von Skate 2 und Skate 3 inspiriert wurden, sollen das Gelände in ein vollwertiges Erkundungsziel verwandeln. Wer sich die Insel als erstes erschließen möchte, benötigt allerdings entweder einen skate.Pass Premium oder – ab dem 14. April, im Rahmen eines zeitlich begrenzten mehrtägigen Ereignisses – einen befristeten Zugang. Ab dem 5. Mai steht Grom dann allen Spielern offen, allerdings nicht ohne Bedingung: Ein Tagespassierschein für die Insel kostet 500 Rip Chips, die Spielwährung des Titels, die sich durch normales Spielen anhäufen lässt. Dieser Tagesschein gilt 24 Stunden und kann in diesem Zeitraum unbegrenzt genutzt werden.
Versprechen gebrochen – und die Gemeinschaft reagiert
Genau hier liegt der Zündstoff. Full Circle und Herausgeber EA hatten zuvor öffentlich erklärt, dass neue Kartenabschnitte in Skate für alle Spieler über reguläre Spielaktualisierungen zugänglich sein würden. Diese Formulierung wurde inzwischen stillschweigend aus den entsprechenden Mitteilungen entfernt – bemerkt von aufmerksamen Mitgliedern der Gemeinschaft. Die Reaktion fiel wenig schmeichelhaft aus, und das ist nachvollziehbar: Wer einem Versprechen vertraut und später feststellt, dass es kommentarlos zurückgezogen wurde, fühlt sich zu Recht hintergangen. Full Circle hat bislang lediglich pauschal angemerkt, dass sich Pläne ändern müssten – eine Erklärung, die die Wogen kaum geglättet hat.
Weitere Inhalte und ein Blick auf die Zahlen
Neben der Isle of Grom bringt Staffel 3 auch im Bereich Charakteranpassung einiges mit: Markenbekleidung von Unternehmen wie Adidas hält Einzug in den skate.Pass, und der Ingame-Laden wird um mehr als 200 Kleidungsstücke erweitert. Das Angebot soll langfristig wachsen und regelmäßig ergänzt werden. Vollständige Details zu allen Staffel-3-Inhalten werden in den kommenden Tagen nachgereicht. Im Hintergrund zeichnet sich unterdessen ein nüchternes Bild ab: Skate verzeichnet auf Steam zum aktuellen Zeitpunkt gerade einmal rund 2.600 gleichzeitige Spieler – ein markanter Rückgang gegenüber dem Höchststand von knapp 135.000 kurz nach dem Start. Das Spiel hält sich bei „Gemischten“ Bewertungen, und die jüngste Kontroverse um die Isle of Grom dürfte kaum dazu beitragen, neue Spieler anzulocken.


