Siemens: Kopfweh trotz starker Jahresbilanz
Trotz eines eindrucksvollen Jahresaufschwungs von 34 Prozent kämpfen Siemens-Aktien am Donnerstagmorgen mit Gegenwind, was nicht zuletzt auf die aktuellen Zahlen und die Pläne zur Abspaltung von Siemens Healthineers zurückzuführen ist. Auf der Handelsplattform Tradegate setzte sich der Abwärtstrend, der bereits am Vortag begonnen hatte, mit einem Minus von 1,5 Prozent fort.
JPMorgan-Spezialist Phil Buller betont, dass die Zahlen des vierten Quartals in diesem Umfeld weniger ins Gewicht fallen. Viel entscheidender seien die Perspektiven für das kommende Geschäftsjahr und die Ankündigungen vom Kapitalmarkttag, die bei Investoren für Spannung sorgen.
Bezüglich der geplanten Veränderungen bei Siemens Healthineers warnte Jefferies-Analyst Rizk Maidi die Anleger vor einer langwierigen Phase der Ungewissheit. Er rechnet damit, dass die Gremien möglicherweise erst im Februar 2027 grünes Licht geben. Siemens könnte jedoch seinen 67-Prozent-Anteil an der Tochtergesellschaft vorab reduzieren. Der Aktienkurs von Siemens Healthineers schwankte zuletzt auf Tradegate um das Xetra-Schlussniveau und hatte zwischenzeitlich einen Anstieg um über 2 Prozent verzeichnet.

