Siemens Healthineers: Herausforderungen und Chancen am Medizintechnikmarkt
Siemens Healthineers blickt in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld mit gemischten Erwartungen auf das kommende Geschäftsjahr. Handelszölle und ungünstige Währungseffekte belasten die Prognose des Medizintechnikkonzerns. Das Unternehmen rechnet daher für das Geschäftsjahr 2025/26 mit einem bereinigten Ergebnis je Aktie zwischen 2,20 und 2,40 Euro – ein Effekt, der das Ergebnis pro Aktie um rund 0,30 Euro beeinträchtigen könnte.
Trotz dieser Herausforderungen geriet die Aktie von Siemens Healthineers im vorbörslichen Handel auf Tradegate unter Druck und fiel um 2,9 Prozent im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Zölle allein das Ergebnis mit ca. 400 Millionen Euro belasten werden, was einer Verdoppelung der Belastung im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Analysten hatten bisher mit einer Erhöhung des Gewinns je Aktie auf 2,48 Euro gerechnet.
Um mittelfristig gegenzusteuern, plant Siemens Healthineers Preisanpassungen und Einsparungen, einschließlich der Verlagerung von Produktionskapazitäten in die USA. Der vergleichbare Umsatz soll im kommenden Jahr erneut um fünf bis sechs Prozent steigen, trotz einer leichten Abschwächung im vierten Quartal des vergangenen Geschäftsjahrs, das insgesamt mit einem Umsatzwachstum von 5,9 Prozent auf 23,4 Milliarden Euro abgeschlossen wurde.
Besonders stark zeigten sich dabei die Geschäftsbereiche Bildgebung und der Krebsspezialist Varian, die maßgeblich zum positiven Abschluss beigetragen haben. Auch die neu ausgerichtete Labordiagnostik zeigte deutliche Verbesserungen. Dies ermögliche Siemens Healthineers eine Anhebung der Dividende auf 1,00 Euro je Aktie. Konzernchef Bernd Montag sieht ein stabiles Fundament und freut sich auf die Präsentation neuer Mittelfristziele am nahenden Investorentag.

