Selenskyj fordert verlängerte Waffenruhe: Spannungen im russisch-ukrainischen Konflikt
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erneut einen weitreichenden Vorschlag für eine 30-tägige Waffenruhe hervorgebracht, um der Diplomatie eine Chance zu geben. In einer Videobotschaft unterstrich er, dass der ukrainische Vorschlag bestehen bleibt, die Angriffe zu stoppen und mindestens für einen Monat das Feuer einzustellen. Eine Antwort aus Russland blieb bisher allerdings aus – stattdessen setzten dort neue Angriffe ein.
Selenskyj beklagte, dass die russische Armee am Mittwoch die Ukraine mit Drohnen und Raketen attackiert hat. Dies geschah kurz vor der angekündigten dreitägigen Waffenpause, die der russische Präsident Wladimir Putin ab Mitternacht ausrufen ließ.
Der ukrainische Präsident betonte, dass ukrainische Gegenangriffe gerechtfertigt seien. Seiner Aussage nach war der Luftraum über dem russischen Hauptstadtraum am Mittwoch durch ukrainische Drohnen gestört, was den zivilen Flugverkehr erheblich beeinträchtigte. Zehntausende Passagiere mussten aufgrund der Zwischenfälle mit Behinderungen rechnen.
Putin verkündete unilateral eine Feuerpause von Donnerstag bis Samstag anlässlich der Gedenkfeiern des Sieges im Zweiten Weltkrieg vor 80 Jahren. Die Spannungen zwischen den beiden Nationen bleiben trotz der kurzzeitigen Ruhe auf einem hohen Niveau.

