Selenskyj drängt Europa zu Waffenlieferungen und Nutzung russischer Vermögen
Im Bemühen um eine stärkere Unterstützung im andauernden Konflikt mit Russland hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seine europäischen Verbündeten eindringlich dazu aufgerufen, die Lieferung von Waffen mit größerer Reichweite zu ermöglichen. Bei einem Treffen mit den Staats- und Regierungschefs der EU unterstrich er die Notwendigkeit, der Ukraine Zugang zu solchen militärischen Fähigkeiten zu verschaffen. Diese könnten, so Selenskyj, den Kriegsverlauf maßgeblich beeinflussen, was angesichts der Reaktionen aus Russland deutlicher denn je sei.
Europäische Länder wie Großbritannien besitzen die Tomahawk-Marschflugkörper, die laut Herstellern eine beachtliche Reichweite von 1.600 Kilometern aufweisen. Diese könnten der Ukraine ermöglichen, weitreichende Ziele innerhalb Russlands effektiv zu erreichen. In Deutschland hingegen stehen die Taurus-Marschflugkörper im Fokus, deren Reichweite von etwa 500 Kilometern der Ukraine bereits vermehrt Interesse entlockt hat, allerdings bisher ohne konkrete Unterstützung.
Zudem forderte Selenskyj eine rasche Entscheidung über die Verwendung des eingefrorenen russischen Vermögens in der EU zugunsten der Ukraine. Er drängte auf eine schnelle Umsetzung, damit diese Vermögenswerte effektiv für die Verteidigung des Landes gegen die russische Aggression eingesetzt werden können.

