Selenskyj drängt auf Verhandlungen mit Trump: Tomahawk-Lieferungen im Fokus
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj plant, noch diese Woche mit US-Präsident Donald Trump über die Lieferung von Tomahawk-Marschflugkörpern zu verhandeln. Der Schwerpunkt seiner Reise nach Washington liegt auf der Stärkung der Flugabwehr und der Fähigkeit zu weitreichenden Angriffen, um den Druck auf Russland zu erhöhen und einen Frieden zu erzwingen. Selenskyj möchte Trump dabei konkrete Vorschläge für die nächsten Schritte unterbreiten.
Die USA haben in der Vergangenheit Tomahawk-Raketen in kriegerischen Konflikten genutzt. Während die Ukraine momentan nicht über geeignete Kriegsschiffe verfügt, existiert bereits eine landgestützte Tomahawk-Variante.
Die russische Führung reagierte auf diese möglichen Pläne mit scharfer Kritik. Kremlsprecher Dmitri Peskow warnte, dass der Umgang mit Tomahawk-Raketen die Beteiligung amerikanischer Experten erfordere. Dmitri Medwedew, Vizechef des russischen Sicherheitsrats, warnte vor den möglichen Konsequenzen einer Lieferung und betonte, dass es unklar sei, ob die Raketen nuklear bestückt seien.
Selenskyj plant neben Treffen mit US-Senatoren auch Gespräche mit Rüstungs- und Energieunternehmen in den USA. Die ukrainische Delegation, bestehend aus hochrangigen Regierungsvertretern, ist bereits auf dem Weg, um die Gespräche vorzubereiten.
Deutschlands Außenminister Johann Wadephul forderte Trump auf, seine Bemühungen um Friedensverhandlungen fortzusetzen. Nach Trumps Vermittlungserfolg im Gaza-Konflikt solle er nun auch darauf hinarbeiten, den Druck auf Russland zu erhöhen, um den Angriffskrieg in der Ukraine zu beenden.
Unterdessen setzt Russland seine Angriffe auf die Ukraine fort. In der ostukrainischen Stadt Charkiw führten russische Bombenangriffe zu Stromausfällen und Verletzungen.

