Seebeben vor Nordkalifornien: Tsunami-Warnung schnell wieder aufgehoben
Ein Seebeben der Stärke 7,0 hat die Küste Nordkaliforniens erschüttert und zunächst Sorgen um einen möglichen Tsunami geschürt. Die Behörden gaben eine Warnung heraus, die allerdings nach etwa einer Stunde wieder zurückgenommen wurde. Zuvor waren Anwohner aufgefordert worden, sich aus gefährdeten Küstenbereichen zurückzuziehen.
Etwa fünf Millionen Menschen waren laut Berichten des US-Senders CNN von der Warnung betroffen. Experten weisen darauf hin, dass Seebeben grundsätzlich das Potenzial haben, Küstenregionen zu überschwemmen, starke Strömungen zu verursachen und höhere Wellen an Land zu drücken.
Das Beben ereignete sich um 11 Uhr Ortszeit im Pazifischen Ozean, etwa 100 Kilometer westlich von Ferndale, nahe der nordkalifornischen Küste und 400 Kilometer nördlich von San Francisco. In sozialen Netzwerken schilderten Anwohner, sie hätten die Erschütterungen deutlich gespürt. Glücklicherweise wurden keine Verletzungen oder größeren Gebäudeschäden gemeldet. Allerdings kam es zu Stromausfällen, die Tausende Haushalte betrafen.
Kalifornien ist für seine Erdbebenanfälligkeit bekannt, da es auf einer aktiven tektonischen Plattengrenze liegt. Vor fast sechzig Jahren traf ein tödlicher Tsunami die Stadt Crescent City, verursacht durch ein schweres Beben in Alaska. Damals verloren zwölf Menschen ihr Leben, und zahlreiche Gebäude wurden zerstört.

