Schweizer Inflation sinkt überraschend auf Null
Die schweizerische Inflation hat im November eine überraschende Entwicklung genommen: Sie verharrte im Jahresvergleich bei exakt 0,0 Prozent, nachdem sie im Oktober noch bei 0,1 Prozent lag, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) bekannt gab. Damit erreicht die Teuerungsrate erneut den Wert vom April, bevor sie im Mai kurzzeitig sogar negativ war. Die aktuelle Inflationsrate liegt damit am unteren Ende der Markterwartungen.
Interessanterweise zeigt sich bei den Inlandgütern ein anderes Bild: Hier stiegen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent. Im Gegensatz dazu bleiben Importgüter mit einer Jahresveränderung von minus 1,3 Prozent stark deflationär. Die Kerninflation, die volatile Komponenten wie frische Lebensmittel und Energie ausklammert, betrug im November 0,4 Prozent, geringfügig weniger als im Oktober mit 0,5 Prozent.
Der Landesindex der Konsumentenpreise (CPI) verzeichnete gegenüber dem Vormonat einen Rückgang um 0,2 Prozent. Hierfür macht das BFS verschiedene Faktoren verantwortlich, insbesondere sinkende Preise in der Hotellerie sowie für Auslandsreisen. Auch neue Autos und Fruchtgemüse wurden günstiger. Auf der anderen Seite zogen die Preise für Wohnungsmieten, Heizöl und Flugreisen an.

