Schweden, Tschechien und Griechenland als Vorreiter im Kampf gegen das Rauchen geehrt
Die Stadt Brüssel stand kürzlich im Mittelpunkt Europas, als die World Vapers Alliance (WVA) herausragende Fortschritte bei der Tabakschadensminimierung würdigte. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie vor dem Europäischen Parlament wurden Schweden, die Tschechische Republik und Griechenland zu 'Champions of Change' gekürt. Diese Auszeichnung erhalten Länder, die bemerkenswerte Erfolge bei der Verringerung der Raucherquote erzielt haben. Mit von der Partie waren hochrangige EU-Beamte, die diese Ehrung aus der ersten Reihe miterlebten.
Eine besondere Würdigung erfuhr Schweden, das als weltweit erste offiziell rauchfreie Nation gilt. Lediglich 4,5 % der in Schweden geborenen Erwachsenen greifen noch zur Zigarette, was den EU-Durchschnitt bei Weitem unterbietet. Auch die Tschechische Republik und Griechenland konnten bedeutende Fortschritte verzeichnen, indem sie die Raucherquote in den letzten drei Jahren um beeindruckende 23 % beziehungsweise 14 % senkten.
Doch während diese Länder ihre Erfolge feiern, scheint die EU noch zögerlich. Kritiker bemängeln die Haltung der EU gegenüber wirksamen Alternativen zum Rauchen. Der irische Premierminister Micheál Martin etwa, demnächst an der Spitze des EU-Rates, äußerte kürzlich Bedenken über E-Zigaretten, was Spannungen in der europäischen Tabakpolitik nach sich zieht. Vor dem Hintergrund dieser Debatte fordert Alberto Gómez Hernández von der WVA die EU auf, innovative Lösungen nicht weiter zu ignorieren.
Die Diskussion gewinnt an Brisanz, da die Europäische Kommission plant, die Tabakproduktrichtlinie bald zu überarbeiten. Die WVA appelliert an die Verantwortlichen in Brüssel, von den Erfolgen der prämierten Nationen zu lernen und entschlossen zu handeln, um das Leben vieler zu verbessern.

