Schaltfehler im Umspannwerk: Spannungsabfall legt Stuttgart lahm
Ein flüchtiger Spannungsabfall im Stuttgarter Stromnetz sorgte kürzlich für weitreichende Beeinträchtigungen in der schwäbischen Metropole. Der Netzbetreiber Netze Stuttgart erklärte, dass der Vorfall, der im Hochspannungsbereich lediglich 0,06 Sekunden anhielt, durch einen Schaltfehler eines Mitarbeiters verursacht wurde. Eine Fremdeinwirkung sei laut Unternehmensangaben ausgeschlossen.
Die Auswirkungen in der Stadt waren dennoch erheblich. Die Feuerwehr musste mehrmals ausrücken, da zahlreiche Brandmeldealarme in Betrieb gingen. Erfreulicherweise blieb es dabei und es wurden keine tatsächlichen Brände gemeldet. Auch größere Rettungsaktionen, beispielsweise wegen eingeschlossener Personen in Aufzügen, konnten vermieden werden. Gegen Mittag normalisierten sich die Einsätze wieder, so ein Feuerwehrsprecher.
Selbst der Verkehr auf den Straßen blieb nicht verschont. Stadtbahnen kamen zeitweise zum Stillstand, und die Polizei hatte alle Hände voll zu tun, die durch den Ausfall zahlreicher Ampeln entstandenen Verkehrsprobleme zu regeln. In einigen Juweliergeschäften schlugen Alarmanlagen an und mussten ebenfalls überprüft werden.
Die gewöhnlichen Haushalte mit Niederspannungsanschluss nahmen die Störung nur als kurzes Flackern wahr. Doch für Kundeneinrichtungen mit automatischer Unterspannungssicherung bedeutete dies, dass sie manuell neu gestartet werden mussten. Mobiltelefone und Internetdienste waren für kurze Zeit außer Betrieb, wie die Anbieter Telekom und Vodafone bestätigten. Laut einem Sprecher von Vodafone hatten über 5.250 Kunden in der Landeshauptstadt für rund 15 bis 20 Minuten keinen Zugriff auf das Internet oder Mobilfunknetz. Über die exakte Zahl der betroffenen Telekom-Kunden gab es keine Angaben.

