Münchner Sicherheitskonferenz

Schah-Sohn Pahlavi will den Iran nicht regieren

13. Februar 2026, 20:17 Uhr · Quelle: dpa
62. Münchner Sicherheitskonferenz
Foto: Marijan Murat/dpa
Pahlavi nennt es sein Lebensziel, im Iran den Weg für demokratische Wahlen zu ebnen. Eigene Machtambitionen hat er keine.
Im Iran ist die Lage nach den blutigen Protesten schwierig. Der Sohn des früheren Schahs ruft alle Gegner der Regierung zur Zusammenarbeit auf. Die andere Frage lautet: Was macht Trump?

München (dpa) - Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, Reza Pahlavi, strebt im Falle eines erfolgreichen Regierungswechsels im Iran keine Führungsrolle an. «Ich habe keine persönlichen Ambitionen. Ich strebe nicht nach Macht. Ich möchte keine Krone auf dem Kopf oder einen Titel», sagte der 65-Jährige bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Er wolle das Land so weit bringen, damit die Menschen ihre erste demokratische Regierung wählen könnten. «Das ist für mich das Ziel und die Erfüllung meiner Lebensaufgabe.»

Pahlavi ruft alle Oppositionellen zur Zusammenarbeit auf

Pahlavi rief alle Oppositionellen im Iran und Gegner der amtierenden Regierung dazu auf, für den Regierungswechsel zusammenzustehen: «Wenn man die Zukunft des Iran betrachtet, können wir heute alle Verbündete für ein gemeinsames Ziel sein, nämlich die Befreiung und die säkulare Demokratie als Alternative zu dieser diktatorischen Herrschaft. Ich denke, wir sitzen alle im selben Boot.» Dies bedeute nicht, dass künftig alle die gleichen Meinungen vertreten oder die gleichen Politiker wählen müssten.

Iranisches Zeitfenster als Chance für Wende der ganzen Welt? 

Im Iran gebe es derzeit ein Zeitfenster, «das für die ganze Welt eine Wende bedeuten könnte», sagte Pahlavi. Daher müssten sich die anderen Länder entscheiden, ob sie auf der richtigen Seite der Geschichte stehen wollten. Die Menschen im Iran hätten dagegen keine Wahl, als zu kämpfen. «Wir haben keine andere Wahl, als uns zu befreien. Und die einzige Möglichkeit, diesen Kampf in Bezug auf Zeit und den Verlust von Menschenleben zu minimieren, besteht darin, diesen Kampf nicht alleine zu führen.» Nach der Niederschlagung der Proteste gebe es für die Menschen im Iran kein zurück zum Alltag: «Es fließt zu viel Blut zwischen uns und diesem Regime.»

Besondere Bedeutung komme dabei den USA und Präsident Donald Trump zu, sagte Pahlavi. Nachdem dieser den Protestierenden angekündigt hatte, Hilfe sei unterwegs, warte jeder innerhalb des Irans und außerhalb, dass er sein Versprechen einlöse.

Graham: «Trump wird ein Ergebnis erzielen»

Man könne nicht wie Trump sagen: «Protestiert weiter, wir stehen hinter euch. Hilfe ist unterwegs» und dann nichts tun, sagte der republikanische US-Senator Lindsey Graham. Daher sei er sich sicher «Trump wird ein Ergebnis erzielen, sei es durch Diplomatie oder durch militärische Gewalt». 

An diesem Samstag ist in München eine Großdemonstration angekündigt, zu der 100.000 Menschen erwartet werden. Die iranische Regierung nimmt nicht an der Sicherheitskonferenz teil - sie war nach den brutalen Auseinandersetzungen wieder ausgeladen worden. Wie viele Menschen dabei ums Leben kamen, ist offiziell nicht bekannt. Aktivisten sprechen von mindestens 7.000 Opfern.

Internationale Beziehung / Konferenzen / Iran / Deutschland / Reza Pahlavi / Opposition
13.02.2026 · 20:17 Uhr
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