SAP-Aktie nach Analystenwertungen unter Druck: Sorgen um KI und Marktausblick
Die SAP-Aktie geriet am Dienstagnachmittag in Bedrängnis, was auf die von Analysten geäußerten Bedenken im Vorfeld der für Donnerstag erwarteten Jahreszahlen zurückzuführen ist. Ebenfalls negativ aufgenommen wurden die Umsatzzahlen des britischen Software-Konzerns Sage Group, die die Marktstimmung trübten.
Obwohl das US-Analysehaus Jefferies positive Aspekte der aktuellen Geschäftszahlen und die bestätigte Prognose für das Geschäftsjahr 2025/26 hervorhob, bleibt Skepsis hinsichtlich der Umsetzung von künstlicher Intelligenz bestehen. Die Analysten wiesen darauf hin, dass Sage noch am Anfang der Generierung von Erlösen aus KI-Technologien steht.
Im DAX fiel der Kurs der SAP-Aktie um 2,7 Prozent auf 195,45 Euro, womit sie das Schlusslicht des nur leicht schwächeren Index bildete. Zudem verzeichnete Sage in London einen Kursrückgang von 4,4 Prozent, das niedrigste Niveau seit November 2024.
Der Analyst Carlos Trevino von Santander reduzierte sein Kursziel für SAP von 192 auf 187 Euro und bestätigte seine "Underperform"-Einstufung. Baader Europe-Analyst Maximilien Pascaud senkte seine Empfehlung von "Add" direkt auf "Reduce" und korrigierte das Kursziel von 219 auf 211 Euro nach unten.
Im Zusammenhang mit der KI-Nutzung ist die Vorsicht unter den Investoren des europäischen Marktführers in der Software-Industrie zuletzt gestiegen. Die gut laufende US-Konjunktur, besonders getrieben durch Investitionen in KI-Infrastrukturen, kann darüber nicht vollkommen hinwegtrösten. SAP profitiert bisher weniger vom KI-Boom, da der deutsche Konzern im Gegensatz zu Rivalen wie Oracle auf den Bau eigener Rechenzentren verzichtet und so gegebenenfalls Möglichkeiten auf dieser Wachstumsebene verpasst.

