Salzgitter korrigiert Jahresprognose nach schwachem zweiten Quartal
Der deutsche Stahlkonzern Salzgitter sieht sich nach einem enttäuschenden zweiten Quartal gezwungen, die Jahresprognose nach unten zu korrigieren. Trotz anfänglicher Hoffnungen auf eine Markterholung in der zweiten Jahreshälfte, musste das Unternehmen am Donnerstagabend eingestehen, dass sich der Markt weiterhin schwach zeigt und die wirtschaftlichen Erwartungen nicht erfüllen wird.
Im zweiten Quartal blieben die vorläufigen Ergebniskennzahlen hinter den Einschätzungen der Analysten zurück. Diese Entwicklung führte zu einem deutlichen Kursrückgang der Salzgitter-Aktie von etwa sechs Prozent auf der Handelsplattform Tradegate, verglichen mit dem Xetra-Schlusskurs.
Salzgitter rechnet nun für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatz zwischen 9,0 und 9,5 Milliarden Euro, anstatt der ursprünglich prognostizierten 9,5 bis 10 Milliarden Euro. Auch die Erwartungen für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) mussten gesenkt werden, von zuvor 350 bis 550 Millionen Euro auf 300 bis 400 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis wird nun einen Korridor von minus 100 bis 0 Millionen Euro erreichen, während die anfängliche Schätzung bei plus bis minus 100 Millionen Euro lag.
Der Außenumsatz des Unternehmens ging im zweiten Quartal um nahezu 12 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zurück, während das Ebitda einen noch stärkeren Rückgang von 107,3 auf 38,2 Millionen Euro verzeichnete. Der Verlust vor Steuern stieg dramatisch auf 56,5 Millionen Euro, verglichen mit 5,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Bereits im ersten Quartal waren die Ergebnisse durch ein schwaches konjunkturelles Umfeld und eine sinkende Stahlnachfrage belastet worden.

