Russlands zäher Vorstoß an der Dnipro-Mündung scheitert erneut
Die jüngsten Versuche russischer Truppen, in der strategisch bedeutenden Dnipro-Mündung bei Cherson Fuß zu fassen, wurden von der ukrainischen Verteidigung zurückgeschlagen. Wie der Sprecher der dort stationierten Truppen, Leutnant Pawlo Drohal, gegenüber der Nachrichtenagentur Ukrinform bekannt gab, konnten in der letzten Woche insgesamt 19 Angriffswellen erfolgreich abgewehrt werden.
Das Gebiet an der Flussmündung bleibt ein Brennpunkt intensiver Auseinandersetzungen, da die russischen Einheiten versuchen, ihre Positionen auf den kleinen Inseln zu sichern. Der von Drohal erwähnte hohe Blutzoll auf Seiten der Angreifer - insgesamt 122 getötete oder verwundete Soldaten - verdeutlicht die anhaltend hohe Intensität der Kämpfe. Unabhängige Bestätigungen der gemeldeten Verluste stehen jedoch noch aus.
Durch die gute Kenntnis der Geographie um die Dnipro-Inseln und die zielgenaue ukrainische Artillerie sind die russischen Versuche bisher gescheitert. Ein erfolgreicher Vorstoß würde es Russland jedoch ermöglichen, den Druck auf die ukrainischen Verteidiger erheblich zu erhöhen und die Kontrolle über die Region weiter auszubauen.

