Russlands Rüstungsindustrie im Fokus beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg
Russlands Präsident Wladimir Putin kündigte beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg an, die nationale Rüstungsindustrie weiter zu fördern. Bei seiner Rede betonte er, dass Erkenntnisse aus dem Kampfeinsatz zukünftig stärker in die Entwicklung neuer Waffensysteme einfließen sollen.
Trotz der Erwartung, dass der Ukraine-Konflikt im Mittelpunkt stünde, blieb das Thema in Putins Vortrag weitgehend unberührt. Zudem unterstrich Putin die Notwendigkeit, die Trennung zwischen zivilen und militärischen Unternehmen aufzuheben. Ziel sei es, technologische und organisatorische Innovationen aus zivilen Sektoren effizient in die Bereiche Verteidigung und Sicherheit zu integrieren.
In Zusammenarbeit mit verbündeten Staaten plane Russland künftig gemeinsame Rüstungsprojekte, Waffenproduktion und Ausbildungsprogramme. Putin zeigte sich optimistisch hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung Russlands: Das Bruttoinlandsprodukt sei in den letzten zwei Jahren um mehr als vier Prozent jährlich gestiegen.
Trotz der jüngsten Bedenken über eine mögliche Rezession, wie sie von Wirtschaftsminister Maxim Reschetnikow geäußert wurden, bleibt Putin zuversichtlich, dass Stagnation vermieden werden kann. Die Inflation habe sich auf 9,6 Prozent verringert.

