Russland verdoppelt Produktion von Raketen für Flugabwehrsysteme
Das russische Verteidigungsministerium gab heute bekannt, dass die Produktion von Raketen für die Flugabwehrsysteme des Landes verdoppelt wurde. Verteidigungsminister Sergej Schoigu äußerte sich dazu bei der Inspektion von Rüstungsfabriken in der Stadt Jekaterinburg am Ural. Zusätzlich wurde auch die Produktion von Abschussrampen der Flugabwehrsysteme S-300 und Buk erhöht, und es wird erwartet, dass diese bis 2024 in Dienst genommen werden. Konkrete Zahlen zur Produktion wurden vom Minister nicht genannt. Dies lässt darauf schließen, dass Russland seine militärischen Aktivitäten weiter ausbauen und verbessern möchte. Die russische Flugabwehr hatte zuletzt Schwächen gezeigt, insbesondere im Kampf gegen ukrainische Drohnen. Angriffe mit Drohnen verursachten Schäden an einem Flüssiggasterminal an der Ostsee sowie einer Ölraffinerie am Schwarzen Meer. Während seines Besuchs inspizierte Minister Schoigu auch die Herstellung von Waffensystemen, gegen die sich die Ukraine kaum verteidigen kann. Dabei handelt es sich um Boden-Boden-Raketen vom Typ Iskander und schiffgestützte Marschflugkörper Kalibr. Insbesondere die Iskander-Raketen haben der Ukraine bereits schwere Verluste zugefügt, da sie praktisch ohne Vorwarnung einschlagen können. Im Oktober 2023 traf eine solche Rakete ein Dorf im Gebiet Charkiw während einer Trauerfeier und tötete dabei mehr als 50 Menschen. Die Ukraine befindet sich seit fast zwei Jahren im Konflikt mit Russland und wehrt sich gegen eine mögliche großangelegte russische Invasion. Angesichts der gesteigerten Produktion von Flugabwehrraketen und der Inspektion bedenklicher Waffensysteme durch den russischen Verteidigungsminister ist die Lage in der Region weiterhin angespannt. (eulerpool-AFX)

