Russland und Ukraine melden neue Luftangriffe - Schäden in Odessa und Belgorod
In der anhaltenden Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine haben beide Seiten erneut zahlreiche gegenseitige Luftangriffe gemeldet. Die ukrainische Flugabwehr gab bekannt, in der Nacht zum Donnerstag 22 von 33 Drohnen erfolgreich abgeschossen zu haben. Einige Drohnen hätten ihre Ziele jedoch nicht erreicht. Die Angriffe Russlands konzentrierten sich vor allem auf die östlichen und südlichen Regionen der Ukraine. In der südukrainischen Hafenstadt Odessa wurden infolge der nächtlichen Angriffe nach Behördenangaben elf Wohnhäuser und 134 Wohnungen beschädigt.
Darüber hinaus wurde ein Raketenangriff auf die ostukrainische Region Charkiw gemeldet, der vom russischen Gebiet Belgorod aus verübt wurde. Die russischen Behörden berichteten ebenfalls über Beschuss durch Drohnen und Raketen von Seiten der Ukraine.
Der Gouverneur von Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, teilte mit, dass die russische Flugabwehr zehn ukrainische Raketen abgeschossen habe. Eine Frau wurde bei dem Angriff verletzt, und in einem Haus gingen Scheiben zu Bruch. Laut Gladkow wurde das Gebiet Belgorod auch mit Drohnen und Artillerie angegriffen, wodurch mehrere Gebäude beschädigt wurden. Belgorod wird offenbar seit geraumer Zeit von der ukrainischen Seite beschossen. Nach den Angriffen Ende Dezember werden laut Gladkow weiterhin zahlreiche Menschen in Krankenhäusern behandelt.
Auch der Bürgermeister von Moskau, Sergej Sobjanin, berichtete von einem vereitelten Drohnenangriff auf die russische Hauptstadt. Das Flugobjekt wurde im Moskauer Gebiet abgeschossen. Das Verteidigungsministerium in Moskau gab zudem bekannt, dass eine Drohne im Leningrader Gebiet abgeschossen wurde. In beiden Fällen handelte es sich offenbar um Versuche, "Terroranschläge" in russischen Regionen zu verüben.
Seit dem 24. Februar 2022 befindet sich die Ukraine im Krieg mit Russland. Das Land verteidigt sich mit Unterstützung westlicher Verbündeter gegen den russischen Angriffskrieg. Dabei greift die Ukraine auch immer wieder russisches Staatsgebiet sowohl in der Grenzregion als auch im Hinterland an. Die Schäden und Opferzahlen in Russland stehen dabei jedoch in keinem Verhältnis zu den schwerwiegenden Folgen des Krieges in der Ukraine. (eulerpool-AFX)

