Russische Raketenangriffe erschüttern Dnipro: Tragweite und Folgen
In der südostukrainischen Stadt Dnipro hat eine Serie russischer Raketenangriffe tragische Auswirkungen hinterlassen. Mindestens 15 Menschen kamen ums Leben, während über 170 Personen teils schwer verletzt wurden, wie der Militärgouverneur der Region Dnipropetrowsk, Serhij Lyssak, bekanntgab. Neben Dnipro wurden in der benachbarten Stadt Samar weitere Opfer gemeldet, wo zwei Menschen starben und über ein Dutzend Verletzungen erlitten. Besonders dramatisch gestaltete sich ein Einschlag nahe eines wartenden Passagierzugs, der von Odessa nach Saporischschja unterwegs war.
Die ukrainische Eisenbahn vermeldete, dass der Zug infolge der Angriffe beschädigt wurde. Glücklicherweise konnten die Passagiere rechtzeitig evakuiert werden, und ein Ersatzzug nach Saporischschja steht bereit. Auf sozialen Medien kursieren derweil Bilder, die die Zerstörung der Waggons dokumentieren. Der Zug befand sich zum Zeitpunkt des Angriffs in einem Industriegebiet, welches offensichtlich Ziel des Angriffs war.
Die Industriestadt Dnipro wurde schwer getroffen: Mehr als ein Dutzend Schulen und Kindergärten, ein Krankenhaus, eine Poliklinik sowie nahezu 50 Wohnhäuser erlitten Schaden. Der Bürgermeister von Dnipro, Borys Filatow, sprach von einer "beispiellosen Zahl an Zerstörungen", die in der Stadt seit Beginn der umfassenden Kriegshandlungen noch nicht erlebt wurde. Aus Trauer um die Toten wurde ein städtischer Trauertag ausgerufen.
Seit über drei Jahren kämpft die Ukraine gegen die anhaltende Invasion russischer Kräfte, wobei die Zivilbevölkerung zunehmend unter den fortwährenden Angriffen leidet.

