Russische Drohneneindringlinge sorgen für Spannungen im polnischen Luftraum
Eine Besorgnis erregende Entdeckung sorgt für diplomatische Verstimmungen in Europa: Mehr als ein Dutzend Drohnenüberreste wurden in Polen lokalisiert, nachdem russische Kampfdrohnen unerlaubt in den polnischen Luftraum eingedrungen waren. Dies teilten die örtlichen Behörden mit und veranlassten eine umfangreiche Untersuchung.
Unter Berufung auf die Berichte der Agentur PAP gab die Bezirksstaatsanwaltschaft in Warschau bekannt, dass insgesamt zwölf Drohnen bis 17.30 Uhr MESZ identifiziert wurden, darunter ein Wrackstück nahe Korytnica, gelegen östlich der Hauptstadt. Eine weitere Drohne stürzte in der Nähe einer Militärkaserne in Nowe Miasto an der Pilica, was die Sicherheitslage zusätzlich anheizte. Ergänzend zu diesen Funden wurden auch in der zentralen Woiwodschaft Heiligkreuz sowie in den Regionen Lublin, Lodz und Ermland-Masuren ähnliche Trümmer entdeckt.
Diese Ereignisse fügen sich in eine Serie von Luftraumverletzungen ein, die Regierungschef Donald Tusk anprangerte. Er konkretisierte, dass während eines großflächigen Angriffs auf die Ukraine insgesamt 19 Drohnen den polnischen Luftraum verletzten. Nach Angaben von EU-Offiziellen handelt es sich bei den gesichteten Flugobjekten um Drohnen des iranischen Bautyps Shahed, welche von der russischen Armee verwendet werden. Russland hat zwar die Vorfälle nicht direkt abgestritten, weist jedoch jegliche bewusste Angriffsabsicht auf das EU- und Nato-Mitglied Polen von sich.

