Rückzug in der Handelspolitik stärkt US-Dollar und belastet Euro
Die europäische Gemeinschaftswährung Euro musste ihre deutlichen Kursgewinne aus dem europäischen Marktgeschehen am Mittwoch im Laufe des US-Handels fast vollständig wieder abgeben. Notierte der Euro am Nachmittag in Europa noch bei 1,1095 US-Dollar, verringerte sich sein Wert zuletzt auf 1,0962 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank fixierte den Referenzkurs auf 1,1045 US-Dollar, nachdem er am Vortag bei 1,0950 US-Dollar gelegen hatte. Der Umrechnungskurs bedeutete, dass ein Dollar gegenwärtig 0,9053 Euro kostete, im Vergleich zu 0,9132 Euro am Dienstag.
Als treibende Kraft hinter diesem dynamischen Aufstieg des Dollars erwies sich die Ankündigung von Präsident Donald Trump, im internationalen Handelsdiskurs einen Schritt zurückzugehen, indem er bestimmte neu eingeführte Zölle für einen Zeitraum von 90 Tagen aussetzt. In dieser Phase soll ein reduzierter Zollsatz von 10 Prozent Anwendung finden. Hingegen bleibt China von dieser Entspannung ausgeschlossen, da Trump die Zölle auf chinesische Importe noch weiter erhöhte – auf insgesamt 125 Prozent.
Dieser Schritt sorgte für Bewegung an den Märkten und zeigte einmal mehr, wie politische Entscheidungen im Handelsbereich unmittelbare und umfassende Auswirkungen auf die internationalen Währungen haben können.

