Rückläufige Konsumstimmung in den USA und andere globale Wirtschaftsveränderungen
Die aktuelle US-Zollpolitik zeigt unerwartete Auswirkungen auf die Konsumstimmung. Der von der Universität Michigan gemessene Konsumklimaindex sank im Mai unerwartet um 1,4 Zähler auf 50,8 Punkte. Damit zeigt sich ein fünfter kontinuierlicher Rückgang, der den niedrigsten Stand seit Juni 2022 markiert. Ökonomen hatten mit einer Verbesserung auf 53,4 Punkte gerechnet, was die Enttäuschung der Prognosen verdeutlicht.
Gleichzeitig haben sich die Einfuhrpreise in den USA im April wider Erwarten erhöht. Laut Arbeitsministerium stiegen die Importpreise um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während Analysten eigentlich einen Rückgang von 0,2 Prozent vorausgesagt hatten. Die März-Zahlen wurden auf ein Plus von 0,8 Prozent nach oben korrigiert.
Zur internationalen Politik: Die Wiederaufnahme der Gespräche zwischen russischen und ukrainischen Unterhändlern kam ohne Durchbruch, jedoch auch ohne nennenswerte Störungen zu einem Ende. US-Außenminister Marco Rubio äußerte, dass nur direkte Gespräche zwischen US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin echte Fortschritte bringen könnten. Dies wurde auch im Kontext der Ankündigungen von EU-Sanktionen gegen Russland thematisiert, die – sollten die Waffenstillstandsverhandlungen erfolglos bleiben – stärker fortgeführt werden könnten, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der britische Premier Keir Starmer betonten.
Die wirtschaftliche Landschaft zeigt auch in Japan Anzeichen von Schwäche, mit einem unerwartet deutlichen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,7 Prozent. In Deutschland hingegen verzeichnete das erste Quartal einen Anstieg der Baugenehmigungen um 3,4 Prozent. Fed-Chef Jerome Powell und SNB-Präsident Martin Schlegel warnten vor möglichen künftigen wirtschaftlichen Unsicherheiten und Versorgungsengpässen.

