Rückgang bei Autoverkäufen in China: Strategie der Regierung greift
Die Automobilbranche in China verzeichnete im Juli einen deutlichen Rückgang der Verkäufe, wie aktuelle Zahlen der Passenger Car Association (PCA) belegen. Im Vergleich zum Vormonat gingen die Verkäufe an Endkunden um 12 Prozent zurück und beliefen sich auf 1,8 Millionen Fahrzeuge. Diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass die Anstrengungen der chinesischen Regierung zur Eindämmung des Preiskampfs in der Autoindustrie erste Früchte tragen. Im Juli wurden Preisnachlässe seltener gewährt; die Preise von lediglich 17 Modellen wurden gesenkt - ein signifikanter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr.
Trotz dieses Einbruchs bleibt der Vergleich zum Vorjahreszeitraum positiv: Die Verkaufszahlen stiegen im Juli um 6,3 Prozent. Allerdings zeigt sich, dass das Wachstum nach einem bemerkenswerten Plus von rund 15 Prozent in den Vormonaten März bis Juni erheblich an Dynamik verloren hat. Maßnahmen zur schärferen Kontrolle der Automobilindustrie wurden unlängst seitens der chinesischen Regierung eingeführt. Damit soll der unnachhaltige Preiskampf eingedämmt werden, der andernfalls schwächere Unternehmen in die Insolvenz treiben könnte. Im Zuge dessen wurden Führungskräfte führender Elektrofahrzeughersteller, darunter BYD, nach Peking einbestellt. Sie wurden angehalten, Selbstregulierung auszuüben und keine unverhältnismäßigen Rabatte mehr zu gewähren.
Zusätzlich setzten die Behörden den Verkaufstaktiken der Händler Grenzen, die bisher Autokredite von Partnerbanken mit Provisionsanreizen vermarkteten. Solche Maßnahmen trugen entscheidend zur Verschärfung des Preiskampfs bei, da Händler Teile ihrer Provisionen in Preisabschläge investierten. Diese Reformen trugen ebenfalls zum Rückgang der Autoverkäufe im Juli bei.
Für das laufende Jahr wird dennoch ein weiteres Wachstum der Autoverkäufe erwartet. Verbraucher könnten, laut PCA, noch rasch Käufe tätigen, bevor im kommenden Jahr ein Steuervergünstigung entfällt.

