Robuster US-Arbeitsmarktbericht bremst Bund-Future kurzzeitig aus

Ein stärker als erwarteter US-Arbeitsmarktbericht übte am Mittwoch Druck auf deutsche Staatsanleihen aus. Der Euro-Bund-Future konnte sich dennoch mit einem Anstieg um 0,06 Prozent auf 128,68 Punkte behaupten. Parallel dazu sank die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe auf 2,76 Prozent.
Die im Januar veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen der USA sorgten für Überraschung: Die Anzahl der Beschäftigten legte kräftig zu, während die Arbeitslosenquote zurückging. Auch bei den Stundenlöhnen gab es positive Entwicklungen. Diese robusten Zahlen dämpfen nach Einschätzung von Ökonomen die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen durch die US-Notenbank.
Laut den Volkswirten der Commerzbank spricht der aktuelle Arbeitsmarkt kaum für eine schnelle Anpassung der Geldpolitik. 'Die Daten aus Januar bestätigen, dass der Arbeitsmarkt sich stabilisiert hat und sogar an Dynamik hinzugewinnt', so die Experten. Zinssenkungen könnten jedoch unter der Leitung des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh wieder diskutiert werden, sobald er sein Amt im Mai antritt.
Trotz des kurzfristigen Drucks auf den Euro-Bund-Future, konnte sich dieser schnell stabilisieren und erreichte das Niveau vor Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten.

