Rheinmetall einigt sich mit Unternehmensgruppe Lürssen über Erwerb der NVL (Naval Vessels Lürssen) und wird damit zum Marine-Systemhaus
CEO Armin Papperger: „Wir schaffen ein Powerhouse der Marine in Deutschland.“

15. September 2025, 09:00 Uhr · Quelle: Pressebox
Rheinmetall einigt sich mit Unternehmensgruppe Lürssen über Erwerb der NVL (Naval Vessels Lürssen) und wird damit zum Marine-Systemhaus
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Rheinmetall einigt sich mit Unternehmensgruppe Lürssen über Erwerb der NVL (Naval Vessels Lürssen) und wird damit zum Marine-Systemhaus
Rheinmetall vereinbart die Übernahme von NVL und wird zum umfassenden Marine-Systemhaus. Diese strategische Expansion verbindet Schiffbau mit Verteidigungstechnologien und fördert Innovationen in der Branche.

Düsseldorf, 15.09.2025 (PresseBox) - Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat sich mit der Unternehmensgruppe Lürssen über die wesentlichen Bedingungen eines Erwerbs der Naval Vessels Lürssen (NVL B.V. & Co. KG, Bremen-Vegesack) und all ihrer Töchter geeinigt, dem militärischen Bereich der traditionsreichen Werftengruppe. Die Parteien wollen die Transaktion kurzfristig formal abschließen. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden streben die Parteien den Vollzug der Übernahme für Anfang 2026 an. Beide Parteien haben Stillschweigen bezüglich des Kaufpreises vereinbart.

Mit dieser bedeutenden strategischen Akquisition weitet Rheinmetall sein Portfolio auf den Marineschiffbau aus und baut seine Position als führender Anbieter für Verteidigungstechnologie in Deutschland und Europa aus.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Künftig werden wir zu Lande, zu Wasser, in der Luft und im Weltraum ein relevanter Akteur sein. Rheinmetall entwickelt sich damit zum Domänen-übergreifenden Systemhaus.“

Friedrich Lürßen, Geschäftsführender Gesellschafter der Lürssen Maritime Beteiligungen GmbH & Co. KG: „Wir freuen uns, mit Rheinmetall einen vertrauensvollen und starken Partner gefunden zu haben, der NVL und ihren Mitarbeitenden eine erfolgreiche Zukunft sichern kann.“

Über Jahrzehnte hat sich Rheinmetall als renommierter Anbieter vor allem in der Heerestechnik weltweit einen Namen gemacht, ist seit vielen Jahren aber auch im maritimen Bereich ein bewährter Partner der Marinestreitkräfte zahlreicher Länder. So bietet Rheinmetall für maritime Anwendungen bereits ein ausgewähltes Spektrum moderner Systemkomponenten und ist insbesondere mit Simulationslösungen und maritimen Schutzsystemen ein weltweit führender Anbieter.

Armin Papperger: „Mit der jetzt vereinbarten Übernahme treiben wir die Konsolidierung der Verteidigungsindustrie in Deutschland und Europa entscheidend voran. In Verbindung mit den Rheinmetall-Kompetenzen schaffen wir ein vitales deutsches Kraftzentrum für hochmoderne Überwasserschiffe – ein Powerhouse. Die vereinten Fähigkeiten von Rheinmetall und NVL erzeugen gemeinsames Wachstum und ermöglichen eine starke Positionierung unseres Konzerns in der Domäne See. Gleichzeitig leisten wir einen substanziellen Beitrag zur Stärkung der maritimen Verteidigungsfähigkeiten Deutschlands und der NATO-Partnerstaaten.“

Die aktuelle Konfliktlage zeigt, dass es auch im maritimen Bereich immer mehr auf militärische Durchsetzungsfähigkeit ankommt. Dem massiv steigenden Bedarf der Seestreitkräfte und den steigenden Budgets für die Beschaffung will Rheinmetall mit leistungsfähigen Systemlösungen entsprechen, die über eine hochmoderne digitale Infrastruktur verfügen und das komplette Spektrum abdecken – von der Plattform über die Elektronik bis hin zu den Sensoren und Effektoren.

Die NVL ist eine privat geführte Werftengruppe mit vier Werften in Norddeutschland (Peene-Werft / Wolgast, Blohm+Voss und Norderwerft/ Hamburg, Neue Jadewerft/ Wilhelmshaven) sowie internationalen Standorten. Sie beschäftigt gut 2.100 Mitarbeitende weltweit, erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von rund 1 MrdEUR und gilt als Vorreiter in der Forschung und Entwicklung autonomer maritimer Überwassersysteme. Seit den Anfängen vor rund 150 Jahren hat NVL auf ihren Werften rund 1.000 Schiffe gebaut und an über fünfzig verschiedene Marinen und Küstenwachen ausgeliefert, sie ist ein etablierter Akteur sowohl im militärischen Schiffbau wie auch in der Schiffswartung und -reparatur. Zuvor als Lürssen Defence bekannt, wurde NVL 2021 von der Yachtsparte getrennt und als eigenständiges Unternehmen innerhalb der familiengeführten Unternehmensgruppe Lürssen fortgeführt. NVL betreut Flotten über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg und trägt somit dazu bei, die Deutsche Marine und Navies weltweit jederzeit einsatzbereit zu halten.

Armin Papperger: „Durch den Zukauf werden wir nicht nur zum Produzenten schwimmender Platt-formen. Als integriertes Marine-Kraftzentrum wollen wir komplette Systemlösungen anbieten. Alle wertigen Komponenten können wir unseren Kunden in künftigen Programmen aus unserem Partner-Netzwerk heraus als integrierte Lösung aus einer Hand anbieten: Marine-Flugkörper und -Werfer, Haupt- und Sekundärgeschütze für die Marine, die Raketenabwehr, Sensoren und weitere Elektronik. Beim Gefechtsführungssystem wollen wir aus unserem Partner-Netzwerk heraus die Integration und Germanisierung bestehender Lösungen ermöglichen.“

Ein entscheidender Erfolgsfaktor für Rheinmetall liegt darin, dass der Konzern heute schon als Anbieter im weltweiten Marinegeschäft über hervorragende Marktzugänge verfügt, Präsenzen in den internationalen Märkten hat und das entsprechende Vertrauen der Kunden genießt.

Ein weiterer Vorteil für Rheinmetall ergibt sich aus der Erweiterung der Fertigungskapazitäten und der Ausweitung der industriellen Basis des Konzerns in Norddeutschland. Insbesondere mit der Fahrzeugproduktion der Division Vehicle Systems Rheinmetalls – die u.a. in Kiel und Flensburg Standorte betreibt – sind auf Basis gemeinsamer Material- und Technologiekompetenzen Synergieeffekte zu erwarten.

Die Werften von NVL bieten die Möglichkeit, die vorhandene schwere Infrastruktur, das Fachwissen der Mitarbeiter und die Ausrüstungsmöglichkeiten zu nutzen, um die Produktion der Vehicle Systems zu stärken und im Fahrzeugbereich Kapazitätsreserven für die Zukunft zu schaffen. Dadurch gelingt es Rheinmetall, übermäßige Infrastrukturinvestitionen oder umfangreiche Umbauten anderer Fertigungsanlagen zu vermeiden.

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Fahrzeugbau / Automotive / Marineschiffbau / Verteidigung / Rheinmetall
[pressebox.de] · 15.09.2025 · 09:00 Uhr
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