Rheinmetall-Aktien mit neuem Rückenwind: JPMorgan sieht Kursphantasie
Die Analysten von JPMorgan sorgen für frischen Schwung bei Rheinmetall und prognostizieren weiteres Aufwärtspotenzial für die Aktie, die nach einer beeindruckenden Rally zuletzt ins Stocken geraten war. Mit einer optimistischeren Kurszielanpassung gehört die US-Investmentbank nun zu den entschiedenen Befürwortern am Markt.
Auch wenn der Aktienkurs am Vortag Verluste hinnehmen musste, bahnt sich im aktuellen schwachen Marktumfeld mit einem Plus von 0,7 Prozent auf 1.711 Euro eine positive Entwicklung an. David Perry, Experte bei JPMorgan, hat das Kursziel des Rüstungs- und Automobilzulieferers von 2.100 auf 2.250 Euro angehoben, was einem Kurspotenzial von etwa einem Drittel entspricht.
Nur die Investmentbank Exane BNP setzt mit 2.300 Euro noch höhere Hoffnungen in Rheinmetall. Perry hat darüber hinaus seine Ergebnisschätzungen bis 2030 um bis zu 21 Prozent erhöht, erwartet aber, dass das Jahr 2030 noch nicht den Spitzenwert darstellen wird.
Deutschland wird seiner Meinung nach ein weiteres Jahrzehnt benötigen, um seine militärischen Kapazitäten auf das gewünschte Niveau zu bringen. Besonders bemerkenswert ist die Einschätzung, dass Deutschland andere europäische Länder bei den Verteidigungsausgaben übertreffen könnte.
In den kommenden zwölf Monaten rechnet Perry mit potenziellen Aufträgen im Wert von 70 Milliarden Euro. Diese Perspektiven machen Rheinmetall für ihn zu einem der prominentesten Rüstungsanbieter in Europa.
Der bisherige Höchststand der Rheinmetall-Aktien wurde Anfang Juni mit 1.944 Euro erreicht. Seither zeigt sich eine gewisse Ernüchterung nach der erstaunlichen Kursrally, die Anfang 2022 angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine eingesetzt hatte.
In Zusammenhang mit den wachsenden Verteidigungsinvestitionen europäischer Länder hatte sich der Wert der Aktie gegenüber der Vor-Krisenzeit, als noch Kurse um die 90 Euro gehandelt wurden, mehr als verzwanzigfacht.

