Report: Quälendes Warten am Flughafen in Rio

01. Juni 2009, 19:38 Uhr · Quelle: dpa
Rio de Janeiro (dpa) - Angst und Schrecken am internationalen Flughafen von Rio de Janeiro. Die Nachricht über den möglichen Absturz einer Air-France-Maschine auf ihrem Weg von Rio nach Paris trieb viele Angehörige der 216 Passagiere und zwölf Crew-Mitglieder zum «Tom Jobim»-Airport etwa 20 Kilometer von Rios Zentrum entfernt.

An Bord der vermissten Maschine waren auch Deutsche, die einen der wenigen Linien-Direktflüge von Rio nach Europa nutzten. Nach Air-France-Angaben in Rio sollen es etwa 18 deutsche Passagiere sein. Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier bestätigte in Prag, dass Deutsche an Bord des Airbus 330 waren.

Die verängstigten Angehörigen wurden in dem Flughafen in einem abgetrennten Bereich des «Terminal 2» psychologisch und medizinisch betreut. Für sie gab es auch rund 19 Stunden nach dem Start des Fluges AF 447 am Montagnachmittag (Ortszeit) keine Gewissheit. Allerdings sei das schlimmste zu befürchten, sagte ein Sprecher der Airline.

Auch in dem vom Flughafen weit entfernt liegenden Stadtviertel Barra da Tijuca informierte die Air France die Angehörigen in einem abgetrennten Bereich des Hotels Windsor über den neuesten Stand. «Dort sind auch Psychologen, Air-France-Mitarbeiter und Mediziner im Einsatz», sagte der Vertreter der Fluggesellschaft, Jorge Assunção, der dicht umringt von Journalisten im Flughafengebäude die aus Frankreich geschickte Mitteilung verlas.

Die Mehrheit der Passagiere stamme aus Brasilien, sagte Assunção, der die Zahl der brasilianischen Flugzeuginsassen mit ungefähr 80 angab. Ein Angehöriger beklagte, telefonisch keine Auskünfte beim Air-France-Schalter am Flughafen erhalten zu haben. Auch sei er nicht zurückgerufen worden, obwohl er seine Telefonnummer hinterlassen habe. Er habe sich deshalb entschieden, direkt zum Flughafen rauszufahren.

Allerdings nutzten den Flug aus Brasiliens touristischen Zentrum Rio nach Paris auch Menschen aus zahlreichen anderen Ländern: Österreich, Schweden, Spanien, Großbritannien, Libanon und Marokko sind nur einige der Herkunftsländer. An Bord der Maschine waren auch sieben Kinder und ein Baby. Die brasilianische Luftwaffe fliegt seit den frühen Morgenstunden mit Militärmaschinen einen Teil der Flugroute ab. Auch Schiffe sind im Einsatz. Bislang blieb die Suche ergebnislos.

Die Air-France-Flüge von Rio nach Paris werden häufig von Geschäftsreisenden aus Europa genutzt. Nach Berichten der Nachrichtensenders Globonews war auch der Südamerika-Präsident des französischen Reifenhersteller Michelin an Bord, der zu Beratungen nach Frankreich fliegen wollte. Dies habe das Unternehmen an seinem Südamerika-Sitz in Rio bestätigt.

Die Identität der deutschen Passagiere ist bislang noch unklar, allerdings arbeiten in Rio auch zahlreiche große deutsche Unternehmen, deren Mitarbeiter die Verbindung Rio-Paris nutzen und dann über Frankreich weiterfliegen.

Luftverkehr / Unfälle / Frankreich / Brasilien
01.06.2009 · 19:38 Uhr
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