Rekordjahr für Grenke trotz angespannter Wirtschaftslage
Der Leasingriese Grenke hat im Jahr 2024 einen historischen Meilenstein erreicht: Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen schloss das Unternehmen Neugeschäfte im Wert von über drei Milliarden Euro ab. Vorstandschef Sebastian Hirsch verkündete stolz diese Premiere und sieht darin einen positiven Impuls für das kommende Jahr. Die Börse reagierte zunächst euphorisch, obwohl der Aktiengewinn im Verlauf des Tages auf knapp zwei Prozent zurückging.
Im SDax avancierte die Aktie von Grenke dank eines soliden Anstiegs der Ertragsmarge im vierten Quartal zu den Favoriten. Dennoch hatte das Unternehmen im vergangenen Herbst aufgrund drohender Zahlungsausfälle seine Gewinnerwartungen herabsetzen müssen, was zu einem temporären Kurssturz führte.
Trotz allem zeigte sich das Neugeschäft mit einer bemerkenswerten Steigerung von 18,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dynamisch, was Grenke an der unteren Kante ihrer Zielspanne von 3 bis 3,2 Milliarden Euro platzierte. Die Profitabilität wurde ebenfalls gesteigert, was den Grundstein für zukünftiges Wachstum legt, wie Finanzchef Martin Paal betonte.
In Anbetracht der Unternehmensinsolvenzen im vergangenen Jahr erwartet man für 2025 keine außergewöhnlichen Risiken. Besonders im Leasing von Maschinen und Einrichtungen konnte Grenke zuletzt deutliche Wachstumsimpulse verzeichnen, wobei Frankreich, Deutschland und Italien zu den stärksten Märkten zählten.
Zu den strategischen Erfolgen zählt auch die verstärkte Rolle der Grenke Bank in der Konzernfinanzierung. Mit Kundeneinlagen von über 2,2 Milliarden Euro wurde ein Plus von fast 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Die detaillierten Geschäftszahlen sollen Mitte März bekannt gegeben werden.

