Rekordjagd an den US-Börsen setzt sich fort
Der US-amerikanische Aktienmarkt zeigt sich weiterhin in Rekordlaune. Sowohl wichtige Standardwerte als auch Technologiewerte und der Index für kleinere Firmen, der Russell 2000, erreichten am Freitag neue Höchststände. Hauptantrieb ist die Hoffnung, dass die US-Leitzinsen weiter sinken könnten, was Unternehmen niedrigere Finanzierungskosten bescheren würde. Besonders positiv reagieren Technologieunternehmen, da sinkende Zinsen den heutigen Wert ihrer zukünftigen Erträge erhöhen.
Der Nasdaq 100 kletterte um 0,70 Prozent und erreichte 24.626,25 Punkte, knapp unter seiner neuen Bestmarke von 24.642 Punkten. Der breiter gefasste Nasdaq Composite stieg um 0,72 Prozent auf 22.631,48 Punkte. Unter den Standardwerten verzeichnete der S&P 500 einen Zuwachs von 0,49 Prozent auf 6.664,36 Punkte, während der Dow Jones Industrial um 0,37 Prozent auf 46.315,27 Punkte stieg. Insgesamt resultiert daraus ein Wochenplus von 1,1 Prozent.
DZ-Bank-Analystin Birgit Henseler geht von weiteren geldpolitischen Lockerungen in den kommenden Monaten aus. Allerdings werde die Zentralbank laut ihrer Einschätzung vorsichtig agieren, da die Inflation leicht anzieht und das konjunkturelle Umfeld am Arbeitsmarkt Herausforderungen birgt. Auch Experten der UBS bleiben optimistisch: Sie sehen Potenzial für weitere Kurssteigerungen und empfehlen, schrittweise neue Investments zu tätigen. Das robuste wirtschaftliche Umfeld und Trends wie die Künstliche Intelligenz seien weiter förderlich für Aktienanlagen.
Bei den Einzelwerten gewann FedEx 2,3 Prozent, nachdem der Logistikkonzern besser ins Geschäftsjahr gestartet war als erwartet. Dagegen verlor Baukonzern Lennar über 4 Prozent, weil die Prognosen für Quartalsbestellungen hinter den Erwartungen der Analysten zurückblieben – ein Effekt, der auf die Erschwinglichkeitsbedenken und den volatilen Arbeitsmarkt zurückzuführen ist.
Im Technologiesektor sorgten Analystenkommentare für Bewegung: Tesla legte um gut zwei Prozent zu, bedingt durch ein optimistisches Kursziel von 548 Dollar, welches das Analysehaus Baird ausgerufen hat. Die bisherige Bestmarke lag bei 488 Dollar. Im Gegensatz dazu fielen Intel-Papiere um mehr als drei Prozent, nachdem die Citigroup nach der Einstiegsmeldung von Nvidia eine Verkaufsempfehlung aussprach. Analyst Christopher Danely stufte die Papiere ab und verwies auf die hohe Bewertung seit August sowie auf die herausfordernde Produktion von Intel.

