Reiselust der Deutschen ungebrochen: Urlaubspläne trotz unsicherer Wirtschaft
Trotz einer angespannten wirtschaftlichen Lage bleibt die Reiselust der Deutschen ungebrochen. Laut einer aktuellen Umfrage der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) planen rund 67 Prozent der Bevölkerung im kommenden Jahr eine oder mehrere Urlaubsreisen. Im Vergleich zur Vorjahresumfrage zeigt sich jedoch ein Rückgang der festen Reiseabsichten um neun Prozentpunkte. Interessanterweise ist beinahe ein Viertel der Befragten hinsichtlich ihrer Urlaubspläne noch unsicher, während neun Prozent keinerlei Reisepläne hegen. Diese Ergebnisse präsentierte Studienautor Martin Lohmann im Vorfeld der CMT-Messe in Stuttgart, eine Veranstaltung, die als weltgrößte Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit gilt.
Die Untersuchungen ergaben, dass im vergangenen Jahr rund 69 Millionen längere Urlaubsreisen mit mindestens fünf Tagen Dauer unternommen wurden, während Kurzreisen zwischen zwei und vier Tagen bei etwa 98 Millionen lagen. Beide Zahlen übertreffen leicht die Vorjahreswerte. Prognosen für das laufende Jahr lassen auf eine anhaltende Stabilität auf hohem Niveau hoffen, trotz pessimistischer Erwartungen bezüglich der allgemeinen Wirtschaftslage.
Immerhin 60 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass auch 2026 genügend finanzielle Mittel für Reisen zur Verfügung stehen. Urlaubsreisen rangieren somit an dritter Stelle der Konsumprioritäten, hinter Lebensmitteln und Gesundheit. "Können und Wollen sind die wesentlichen Voraussetzungen, dass es Urlaubsreisen überhaupt gibt", bemerkte Lohmann treffend.
Auch wenn das Niveau von 2019, vor der Pandemie, mit 71 Millionen längeren Urlaubsreisen noch nicht wieder erreicht wird, zeigen die aktuellen Zahlen einen klaren Erholungstrend. Am Samstag beginnt die CMT-Saison, die bis zum 25. Januar andauert. Im letzten Jahr zog die Ausstellung etwa 260.000 Besucher an, mit mehr als 1.500 Ausstellern, die ihre Angebote im Bereich Tourismus und Freizeit präsentieren.

