Reederei Meine Fähre setzt auf Expansion trotz Startschwierigkeiten
Ein Jahr nach der Einführung ihrer erweiterten Fährverbindung zwischen der Insel Norderney und Norddeich plant die Reederei Meine Fähre, ihr Angebot weiter auszubauen. Für 2024 ist der regelmäßige Einsatz der neuen Personenfähre "Meine Fähre 2" vorgesehen, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. "Unsere Personenfähre wird hervorragend angenommen, und wir sind zuversichtlich, dass die Ergänzung des Angebots erfolgreich sein wird", erklärte eine Sprecherin des Unternehmens.
Im Herbst 2024 setzte die Reederei erstmals die Fähre "Meine Fähre 1" ein, die auch Fahrzeuge transportieren kann, und trat damit in Wettbewerb mit der traditionsreichen Reederei Norden Frisia, die zuvor alleine den Fährverkehr zur ostfriesischen Insel bediente. Meine Fähre möchte mit der zweiten Verbindung alternative Reisemöglichkeiten schaffen, speziell für Pendler und Urlauber außerhalb der Hauptverkehrszeiten.
Obwohl konkrete Zahlen zur Wirtschaftlichkeit der neuen Fährverbindung noch ausstehen, zeigt sich das Unternehmen optimistisch. "Es ist selten, dass ein neugegründetes Unternehmen in seinem ersten Jahr profitabel ist, doch die Buchungen steigen seit dem Frühjahr stark an", so die Sprecherin weiter. Die Reederei, unterstützt durch Gesellschafter aus der Hotellerie und eine Stiftung, investierte eine Millionensumme zur Realisierung der Projekte.
Blickt man auf das erste Betriebsjahr der "Meine Fähre 1" zurück, zieht das Unternehmen ein gemischtes Fazit. Der Aufbau einer reibungslosen Infrastruktur mit Terminal, Ticketshop und Shuttle-Service stellte eine größere Herausforderung dar als zunächst gedacht. Darüber hinaus führten technische Probleme nach dem Start zeitweise zur Einstellung des Betriebs. Auch der Launch der neuen Personenfähre verzögerte sich aufgrund notwendiger Umbauten.

