Redcare Pharmacy: Ungeachtet der Börsenturbulenzen auf Wachstumskurs
Redcare Pharmacy, ehemals bekannt als Shop Apotheke, startete vielversprechend ins neue Jahr. Trotz erheblicher Investitionen in das noch junge E-Rezept-Geschäft in Deutschland hat das Unternehmen im ersten Quartal einen operativen Gewinn erzielt. Nach einem Verlust im letzten Quartal 2024 war dies eine erwartete Wende. Die überraschende Reaktion an der Börse blieb aus, und dennoch verlor die im MDax gelistete Aktie markant bis zu neun Prozent ihres Wertes auf rund 122 Euro.
Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 14 Millionen Euro auf insgesamt 9 Millionen Euro, stand damit im Einklang mit den Erwartungen der von Bloomberg befragten Analysten. Trotz einer leichten Abnahme verglichen mit dem Vorjahresquartal, konnte Redcare Pharmacy seinen Umsatz im gleichen Vergleichszeitraum um 28 Prozent auf nunmehr 717 Millionen Euro steigern.
Die ehrgeizigen Pläne des Unternehmens sehen für 2025 eine Umsatzsteigerung von mindestens 25 Prozent vor, um somit die 3 Milliarden Euro-Marke zu übertreffen. Zudem soll die bereinigte operative Marge auf 2 bis 2,5 Prozent verbessert werden. Das Hauptwachstum kommt derzeit aus dem E-Rezept-Geschäft in Deutschland – der Umsatz daraus hat sich im ersten Quartal nahezu verdreifacht und beträgt nun 108 Millionen Euro.
Unterstützt durch Prominente wie Günther Jauch und Christian Ulmen, führt Redcare Pharmacy eine aggressive Werbekampagne, um sich im E-Rezept-Geschäft von Mitbewerbern wie DocMorris abzuheben.
Die Unternehmensgeschichte an der Börse ist geprägt von Höhen und Tiefen, der Kursverlauf seit seinem Höchststand im Februar 2021 von fast 250 Euro zeigt deutliche Schwankungen. Nach einem Tief unter 50 Euro Ende 2022 hat sich das Unternehmen peu a peu mit Hoffnung auf das E-Rezept-Geschäft erholt. Die aktuelle Marktkapitalisierung des Unternehmens beträgt rund 2,8 Milliarden Euro, womit Redcare Pharmacy im mittleren Bereich des MDax rangiert.

