Ratenkredite mit Bedacht abschließen: Worauf Sie achten sollten

Ratenkredite sind unter allen Darlehensformen nicht nur die beliebteste Art, finanzielle Engpässe zu überbrücken. Sie stellen auch die einfachste Kreditform dar, sind doch die monatlichen Tilgungsraten gleichbleibend. Doch so simpel das Konzept, so viele Dinge gibt es bei der Wahl des passenden Ratenkredits zu beachten. Wir verraten Ihnen, worauf Sie Ihren Fokus legen sollten.
Welche Bank bietet die besten Ratenkredite?
Wer bereits das Wichtigste über Ratenkredite weiß, wird sich über kurz oder lang aber dennoch eine ganz entscheidende Frage stellen: Soll ich meinen Ratenkredit in einer klassischen Filialbank oder online abschließen? Die Wahrscheinlichkeit, einen Kredit zu günstigen Konditionen zu erhalten, ist im Internet sicherlich höher. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Während klassische Filialbanken wie die Sparkasse erhöhte Ausgaben wegen ihrer Filialen haben, sparen Direktbanken jene ein. Diese niedrigen Kosten geben sie meist in Gestalt geringerer Zinssätze an ihre Kunden weiter. Wer den persönlichen Kontakt mit dem Hausbank-Berater seines Vertrauens schätzt und dank guter Beziehungen dadurch vielleicht ein gutes Angebot erhält, ist bei einer Filialbank richtig.
Warum die Bindung an einen bestimmten Verwendungszweck manchmal sinnvoll ist
In der Regel sind Ratenkredite an keinen besonderen Verwendungszweck gebunden. Dadurch sind Verbraucher relativ frei in ihrer Entscheidung, wofür sie ihr Darlehen einsetzen möchten. Manchmal sind hingegen Ratenkredite mit speziellem Verwendungszweck die bessere Alternative. Deren Konditionen sind attraktiver als bei Ratenkrediten zur freien Verwendung. Dies ist dann so, wenn die Bank die geplanten Investitionen als Sicherheit nutzen kann. Auf der einen Seite halten Banken spezielle Immobilienkredite bereit, mit denen Kunden eine Eigentumswohnung kaufen oder den Hausbau vorantreiben können. Auf der anderen Seite gehören Autokredite in diese Kategorie. Verbraucher besorgen sich daher idealerweise nicht nur nützliche Infos zur Kfz-Versicherung, sondern auch niedrigere Zinsen durch einen Autokredit.
Wie Sie Zinssätze richtig lesen
Der Zinssatz ist gewissermaßen das Kernstück eines Ratenkredits. Denn er bestimmt, wie groß der bedeutendste Kostenfaktor eines Darlehens für Kreditnehmer ausfällt. Verbraucher sollten zwar mit einem Auge die aktuellen Entwicklungen verfolgen, denen zufolge schon bald wieder mit steigenden Zinsen zu rechnen ist. Doch viel wichtiger ist für potenzielle Ratenkreditnehmer das Wissen um den Unterschied zwischen Sollzins und Effektivzins. Der Fokus sollte niemals auf dem Sollzins liegen, denn jener zeigt nur an, wie viel sich die Bank das Leihen des Geldes kosten lässt. Der effektive Jahreszins ist die viel wichtigere und aussagekräftigere Komponente. Schließlich beinhaltet nur er sämtliche, mit dem Ratenkredit in Verbindung stehende Kosten. Der Ratenkreditvergleich fällt so wesentlich leichter.
Was die Tarifdetails verraten
Oftmals sind es die scheinbar so unbedeutenden Nebensächlichkeiten, die aber in Wahrheit ein Angebot erst so richtig interessant machen. Ganz wichtig ist beispielsweise die durch den Kreditgeber eingeräumte Option, in finanziell schwierigen Momenten eine Ratenpause einlegen zu können. Viele Banken ermöglichen dies einmal jährlich kostenlos. Doch auch der andere Weg ist denkbar, indem durch unvorhergesehene Einnahmen zusätzliche Zahlungen geleistet werden können. Daher sollten auch Sondertilgungen erlaubt sein. Bei Krankheit oder Jobverlust bietet sich zudem eine Restschuldversicherung an, die dann in Sachen Tilgung einspringt. Doch wer sich mit Versicherungen wie einer als private Vorsorge fürs Alter geltenden Lebensversicherung auskennt, der weiß: Gerade eine Restschuldversicherung verteuert den Ratenkredit enorm. Hier gilt es abzuwägen.

