Puma plant großen Umschwung: Zukunftsstrategie bis 2027
Arthur Hoeld, der neue Kopf bei Puma, hat ehrgeizige Pläne, den angeschlagenen Sportartikelhersteller wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Nachdem Puma in den letzten Monaten Verluste eingefahren hat, möchte Hoeld bis 2027 den Rückstand auf die konkurrierenden Giganten Nike und Adidas verkleinern. Auch wenn der Weg dorthin herausfordernd ist, zeigt sich Hoeld optimistisch, dass Puma an frühere Erfolge anknüpfen kann. Mit einem radikalen Umbau soll Puma seine Position als führendes Sportlabel stärken und zu einer festen Größe in den Bereichen Fußball, Laufen, Fitness und Lifestyle werden.
Die Krisen im China-Geschäft, unter denen Puma länger litt, haben Konkurrenten wie Adidas unter der Führung von Bjørn Gulden bereits überwunden. Doch Hoeld, der selbst viele Jahre bei Adidas tätig war, ist entschlossen, Puma in einem neuen Glanz erstrahlen zu lassen. Ein zentrales Element der neuen Strategie ist eine umfassende Reduzierung der Belegschaft. Rund 1400 Stellen sollen im Zuge der Umstrukturierungen wegfallen, wobei die Schwerpunkte gleichzeitig auf einer starken Markenerzählung und einem verbesserten Direktvertrieb liegen. Der zuletzt stark gesunkene Börsenkurs sowie die Rückstufung in den MDax zeigen den Handlungsbedarf deutlich auf.
Hoeld sieht 2026 als ein weiteres Übergangsjahr mit der Hoffnung, dass die Sanierung ab 2027 Früchte trägt. Ein genaues Kostenregime für das ambitionierte Programm bleibt vorerst unklar, doch die Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass erste positive Effekte bereits ab dem zweiten Quartal des kommenden Jahres spürbar sind. Im bisherigen Jahresverlauf hatte Puma Verluste und rückläufige Umsätze verzeichnet und ist in der Verlustzone verblieben. Dennoch bleibt das Ziel fest im Blick, das Vertrauen in die Marke Puma auf lange Sicht wiederherzustellen.

