Protest und Autogipfel: Ein Tag voller Kontraste vor dem Kanzleramt
Vor den Toren des Bundeskanzleramts in Berlin entfaltete sich heute ein scharfer Kontrast zwischen politischer Diskussion und zivilem Ungehorsam: Umweltorganisationen machten mit einer eindrucksvollen Protestaktion gegen die aktuelle Automobilpolitik auf sich aufmerksam. Dabei standen mehrere Fahrzeuge mit markanten Aufschriften wie "Mehr Elektro Wagen" und "Greenpeace" prominent vor der Zufahrt und versuchten, diese zu blockieren. Zur gleichen Zeit verkündete eine Gruppe von Fridays for Future auf einem großen Plakat ihre Forderung an CDU-Chef Friedrich Merz, das geplante Verbrenner-Aus unangetastet zu lassen.
Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um die Sicherheit vor Ort zu gewährleisten. Insbesondere die Greenpeace-Fahrzeuge wurden von den Beamten dokumentiert, indem Kennzeichen und Insassen gefilmt wurden. Es kam auch zu einigen Festnahmen von Aktivisten, die nach einer zügigen Vorfahrt der Kolonne versuchen hatten, die Zufahrt zu blockieren. Infolgedessen wurden die Personalien von insgesamt dreizehn Personen festgestellt, und es wurden Ermittlungen wegen nicht angemeldeter Aktionen und Verkehrsverstößen eingeleitet.
Zeitgleich mit den Protesten fand im Kanzleramt ein bedeutender "Autogipfel" statt, bei dem Bundeskanzler Friedrich Merz Vertreter der Automobilbranche, einschließlich führender Autohersteller, Verbände und Gewerkschaften, willkommen hieß. Die Diskussion im Inneren drehte sich um die Zukunft der Elektromobilität und die Förderung des Verkaufs von Elektroautos, wofür Union und SPD ein neues Förderprogramm angekündigt haben. Doch während dies durchaus positiv in die Zukunft weist, herrscht innerhalb der Koalition nach wie vor Uneinigkeit darüber, ob das geplante Ende der Verbrenner gelockert werden sollte.

