ProSiebenSat.1 unter Erwartungen – Italienische Mehrheitseigner im Fokus
Der Mediengigant ProSiebenSat.1 hat das vergangene Jahr mit einem geringeren Gewinn als befürchtet abgeschlossen. Das bereinigte EBITDA liegt voraussichtlich bei 405 Millionen Euro. Bereits Mitte November hatte der Konzern seine Erwartungen korrigiert und um 20 Millionen Euro gesenkt, aber selbst diese angepasstes Minimum von 420 Millionen Euro wurde nicht erreicht.
Der Aktienkurs des Unternehmens verzeichnete daraufhin einen leichten Rückgang. Unterdessen ist ProSiebenSat.1, das im SDax notiert ist, mehrheitlich in italienischer Hand. Die Medienholding MFE hält rund 75 Prozent der Anteile.
Die Ergebnisentwicklung des Unternehmens spiegelt das schwierige Marktumfeld in Deutschland wider, das weiterhin durch sinkende Investitionen in TV-Werbung geprägt ist. Dies belastete besonders das wichtige vierte Quartal. Der Umsatz des Unternehmens fiel um zwei Prozent auf 3,68 Milliarden Euro, wobei Experten mit einem leicht besseren Ergebnis gerechnet hatten.
Positiv hervorzuheben ist die Reduzierung der Netto-Finanzverschuldung von 1,51 Milliarden Euro auf 1,34 Milliarden Euro. ProSiebenSat.1 plant, die vollständigen Ergebnisse am 26. März zu präsentieren.

