Preisdynamik in der Eurozone leicht gestiegen: EZB bleibt standhaft
In einem mit Spannung erwarteten Bericht hat Eurostat bekanntgegeben, dass der Preisauftrieb in der Eurozone leicht zugenommen hat. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Verbraucherpreise um 2,1 Prozent – ein geringfügiger Anstieg im Vergleich zur Rate des Vormonats von 2,0 Prozent. Diese Entwicklung entspricht den Prognosen führender Volkswirte, die mit einem Anstieg der Inflationsrate gerechnet hatten.
Die Europäische Zentralbank (EZB) verfolgt weiterhin ihr Ziel einer mittelfristigen Inflationsrate von zwei Prozent. Während die allgemeine Inflationsrate leichte Schwankungen zeigt, bleibt die Kerninflationsrate, die volatilere Faktoren wie Energie- und Nahrungsmittelpreise ausklammert, stabil bei 2,3 Prozent. Hier hatten die Ökonomen hingegen mit einem geringen Rückgang auf 2,2 Prozent gerechnet.
Die EZB hat ihre Haltung zur Zinspolitik über den Sommer hinweg konsequent beibehalten. Nach mehreren Zinssenkungen wurde Ende Juli der Leitzins bestätigt, ohne weitere Anpassungen. Auch im September wird keine Änderung der Leitzinsen erwartet, was die Beständigkeit der EZB-Politik unterstreicht.

