Präziser Schlag oder humanitäres Dilemma? Kontroverse um israelischen Angriff
Israels Regierung hat auf scharfe Kritik aus Deutschland hinsichtlich eines Angriffs auf ein Krankenhaus im Gazastreifen reagiert. Nach Angaben der israelischen Behörden war das Ziel ein Kommandozentrum der Hamas, während das deutsche Außenministerium die unzureichende Evakuierungszeit von nur 20 Minuten hinterfragte. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock betonte die Bedeutung des humanitären Völkerrechts und forderte einen Waffenstillstand.
Die israelische Regierung bekräftigte, es habe keine zivilen Opfer gegeben, da das Krankenhaus als solches nicht beschädigt wurde. Im Widerspruch dazu meldete die Weltgesundheitsorganisation erhebliche Schäden an medizinischer Infrastruktur, und Patienten mussten verlegt werden.
Baerbock mahnte weiter humanitäre Lieferungen an und forderte die Freilassung der von der Hamas entführten Geiseln. Israels Premier Netanjahu kritisierte unterdessen die französische Position zur möglichen Anerkennung eines palästinensischen Staates.
Gleichzeitig berichtete eine mit der Hamas verbündete Miliz im Jemen von einem US-Angriff, bei dem mehrere Menschen getötet wurden. Währenddessen wurde in Israel eine Rakete abgefangen, mutmaßlich aus dem Jemen als Zeichen der Solidarität mit der Hamas abgefeuert.

