Powells mit Spannung erwartete Jackson Hole-Rede: Anleger bleiben optimistisch
Kurz vor der mit Spannung erwarteten Rede von Jerome Powell, dem Chef der US-Notenbank, im idyllischen Jackson Hole zeigen sich die Investoren an den New Yorker Börsen zuversichtlich. Viele erwarten Signale, die auf eine mögliche Zinssenkung im September hindeuten könnten. Dennoch mahnen Aussagen einiger Währungshüter zu einem gewissen Maß an Vorsicht. Der Dow Jones Industrial verzeichnete einen Zuwachs von 0,8 Prozent und stieg auf 45.143 Punkte, womit er sich seinem jüngsten Rekordhoch nähert. Der S&P 500 legte um 0,6 Prozent auf 6.410 Punkte zu, während der technologielastige Nasdaq 100 um 0,4 Prozent auf 23.238 Zähler anstieg.
Diese positive Stimmung am Markt reflektiert die Erwartungen, dass es noch in diesem Jahr zu zwei Leitzinssenkungen kommen könnte. Die Hoffnungen sind groß, dass die erste Senkung bereits im September erfolgt.
Doch nicht alle Experten teilen diesen Optimismus uneingeschränkt. Beth Hammack, die Leiterin der regionalen Notenbank von Cleveland, äußerte jüngst Vorbehalte gegen eine baldige geldpolitische Lockerung. Andere hochrangige Währungshüter haben sich ebenfalls zurückhaltend geäußert, was die Vorfreude an den Märkten etwas gebremst hat. Rajeev De Mello von Gama Asset Management warnt vor übermäßigem Enthusiasmus. Er rechnet damit, dass die Notenbank sich weiterhin an wirtschaftlichen Daten orientieren wird. Stratege Joachim Klement von Panmure Liberum gibt zu bedenken, dass der Markt unter Druck geraten könnte, sollte die Zinssenkung im September ausbleiben.

