Porsche plant rigorosen Sparkurs zur Krisenbewältigung
In einem Jahr, das von vielen Herausforderungen geprägt ist, hat der Sportwagenhersteller Porsche AG die ersten Schritte eingeleitet, um seine Finanzen zu stabilisieren und die Effizienz zu steigern. In initialen Gesprächen mit dem Betriebsrat wurden Maßnahmen zur Senkung der Personalkosten für das laufende Jahr beschlossen. Diese sollen nun in ein umfassendes Zukunftspaket überführt werden, um das Unternehmen langfristig zukunftssicher aufzustellen.
Im Zentrum der Diskussionen stehen vielschichtige Optimierungsansätze. Informationen der Deutschen Presse-Agentur zufolge könnte auch die Beschäftigungssicherung, die aktuell bis Ende Juli 2030 gilt, Gegenstand der Gespräche sein. Während der Betriebsrat eine Verlängerung befürwortet, gibt es im Management Überlegungen, die Regelung auslaufen zu lassen. Solche Sicherungsvereinbarungen, die betriebsbedingte Kündigungen ausschließen, sind seit langem in der Automobilindustrie etabliert.
Porsche hat bereits im Frühjahr angekündigt, 1.900 Stellen sozialverträglich bis 2029 abzubauen. Die Herausforderungen resultieren unter anderem aus einem nachlassenden Marktsegment für Luxusgüter in China und komplexen Veränderungen im Bereich der Elektromobilität. Auch das USA-Geschäft bereitet dem Unternehmen Kopfschmerzen. Die Marke rechnet in diesem Jahr mit einem geringeren Gewinn, bedingt durch die finanziellen Belastungen der strategischen Neuausrichtung. Interessanterweise wurden kürzlich mehrere Führungsposten neu besetzt, angeführt von Spekulationen über mögliche personelle Veränderungen an der Spitze des Unternehmens.

