Politische Bühne in Moskau: Putins Siegertag als Plattform für internationale Präsenz
Der russische Präsident Wladimir Putin hat die alljährliche Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau genutzt, um die Invasion in der Ukraine zu verteidigen. Vor über 10.000 Soldaten und einer Vielzahl von internationalen Gästen erklärte Putin, dass Russland ein unüberwindbares Hindernis gegen Ideologien wie Nazismus, Russophobie und Antisemitismus darstelle. Moskau werde weiterhin entschlossen gegen Proponenten solcher aggressiven und destruktiven Konzepte vorgehen.
Putin betonte, dass Wahrheit und Gerechtigkeit auf der Seite Russlands stünden, und erklärte, dass das gesamte Land hinter den Truppen stehe, die im Rahmen der "militärischen Spezialoperation" aktiv sind. Ein indirekter Seitenhieb an den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump folgte, indem er den entscheidenden Beitrag der Sowjetarmee im Zweiten Weltkrieg betonte. Der 72-jährige Kremlchef räumte jedoch ein, dass die Eröffnung einer zweiten Front durch die Alliierten den Kriegsausgang beschleunigt habe.
Bemerkenswert war die besondere Erwähnung Chinas durch Putin, während die Alliierten wie Frankreich, Großbritannien und die USA nicht explizit genannt wurden. Neben Xi Jinping standen auch Regierungschefs aus der Slowakei und Serbien auf der Tribüne. Truppen aus mehreren ehemaligen Sowjetstaaten sowie aus China, Laos, Myanmar und Ägypten marschierten neben den russischen Einheiten, die auch in der Ukraine aktiv sind.
Nach der Zeremonie traf sich Putin mit nordkoreanischen Offizieren und wünschte ihnen Gesundheit. Die Beteiligung nordkoreanischer Soldaten an den Kämpfen in der westrussischen Region Kursk wurde erst kürzlich öffentlich gemacht, nachdem diese nach einem ukrainischen Gegenstoß zurückerobert wurde. Kiew zufolge halten ukrainische Truppen weiterhin einen kleinen Brückenkopf, um russische Kräfte zu binden.
Nach der Parade folgte eine Kranzniederlegung und ein Empfang, bei dem Putin ein Toast auf die „Generation der Sieger“ und die gedeihliche Zukunft ausbrachte. Einige Staatschefs, darunter der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko, reisten frühzeitig ab, um eigene Feierlichkeiten zu begehen.

