Optimistische Signale aus dem US-Dienstleistungssektor beflügeln Wirtschaftsaussichten
Der Wirtschaftsaufschwung in den USA erhält neuen Rückenwind, da der Dienstleistungssektor im Oktober unerwartet stark zulegte. Der viel beachtete Einkaufsmanagerindex des Instituts for Supply Management (ISM) kletterte um beeindruckende 2,4 Punkte auf 52,4 und übertraf die Prognosen der Ökonomen, die lediglich einen Anstieg auf 50,8 Punkte vorhergesagt hatten. Mit diesem Ergebnis hinterlässt der Indikator nun wieder die entscheidende Marke von 50 Punkten, die Wachstum signalisiert.
Besonders erfreulich ist der deutliche Anstieg des Unterindizes für neue Aufträge, der im Vormonat noch einen Rückgang verzeichnete. Auch die Indizes für bezahlte Preise und Beschäftigungsaufbau zeigten positive Entwicklungen, wenngleich der Beschäftigungsindex weiterhin knapp unter der Wachstumsgrenze bleibt.
Experten wie Ulrich Wortberg von der Helaba sehen die angespannte Wirtschaftslage durch diesen Aufschwung im Dienstleistungssektor entlastet, während das verarbeitende Gewerbe nach wie vor schwächelt. Wortberg betont zudem, dass die Wahrscheinlichkeit künftiger Zinssenkungen durch die Federal Reserve abnimmt, insbesondere angesichts eines wirtschaftsfreundlichen ADP-Arbeitsmarktberichts, der auf eine Stabilisierung hindeutet.

