Optimismus im Dax dank Tech-Riesen und KI-Vorfreuden
Der deutsche Aktienmarkt erlebte dank der aktuellen Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz einen kleinen Aufschwung. Angetrieben wurde diese Bewegung durch positive Geschäftszahlen der US-Technologieunternehmen Microsoft und Meta, die frischen Wind in den Dax brachten. Während die Ergebnisse dieser Schwergewichte die Phantasie der Anleger beflügelten, zeigten die heimischen Unternehmen gemischte Quartalsresultate. Dennoch verzeichnete der Dax einen Aufstieg um 0,4 Prozent auf 24.352 Punkte bis zur Mittagszeit und peilt ein Monatsplus von etwa zwei Prozent an.
Im Bereich der mittelgroßen Werte legte der MDax um ebenfalls 0,4 Prozent zu und erreichte 31.056 Punkte. Der Eurozonen-Index EuroStoxx 50 hingegen verlor leicht um 0,1 Prozent. Besonders Microsoft und Meta generierten mit ihren technologischen Fortschritten und Ambitionen im KI-Bereich eine optimistische Markthaltung. So strebt Meta mit seinen Werbegewinnen eine Schlüsselstellung in der KI an. Laut Jochen Stanzl von CMC Markets setzen die USA nun verstärkt auf das Thema Künstliche Intelligenz.
Obwohl Signale der US-Geldpolitik etwas ernüchternd wirken, treten diese in den Hintergrund. Die US-Notenbank beließ die Zinsen unverändert, und die Anleger sind nun weniger zuversichtlich, was eine Zinssenkung im September betrifft. Thomas Gitzel von der VP Bank warnte vor steigenden Inflationsrisiken, die durch US-Zölle begünstigt werden könnten.
Die hiesige Berichtssaison, obwohl wechselhaft, geht weiter. Airbus hält trotz Herausforderungen bei Triebwerken und Lieferungen an seinen Jahreszielen fest, während BMW unter den US-Zöllen und schwachem China-Geschäft litt. Dennoch bleibt BMW optimistisch hinsichtlich seiner Jahresprognose. Im MDax erfreute sich Wacker Chemie eines Anstiegs um 5,3 Prozent, obwohl die endgültigen Zahlen keine Überraschungen boten. Vossloh erlebte im SDax jedoch einen Rückgang von 2,6 Prozent, nachdem Jefferies das Kaufvotum gestrichen hatte und das Potenzial für weitere Kursgewinne als begrenzt ansah.
Zusätzlich möchte der chinesische E-Commerce-Gigant JD.com, erwartungsgemäß, den Mediamarkt-Saturn-Besitzer Ceconomy übernehmen. Der gebotene Preis liegt bei 4,60 Euro pro Aktie, während die Ceconomy-Aktien leicht darunter bei 4,41 Euro schließen und um 1,3 Prozent zulegen.

