Optimismus aus China: Asiatische Märkte im Aufwind
Europäische Aktien stehen vor einem voraussichtlich schwächeren Start in den Handelstag, da sich das anfängliche Kursfeuerwerk an den chinesischen Börsen wieder gelegt hat. Die ursprünglich positive Reaktion auf angekündigte neue Konjunkturimpulse in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt ebbte schnell ab.
Nachdem das Euro Stoxx 50 Index-Future darauf hindeutete, dass die beeindruckende acht Tage andauernde Gewinnserie enden könnte, verlor der chinesische Leitindex nach einem Eröffnungsplus von bis zu 3,3% signifikant an Boden. Unterdessen fiel der australische Dollar, da die Zentralbank des Landes signalisiert hat, dass die Inflationsrisiken allmählich nachlassen.
Chinas Präsident Xi Jinping und sein Politbüro haben sich für eine "maßvoll lockere" Geldpolitik bis 2025 ausgesprochen, was auf weitere Zinssenkungen hindeutet. Damit verabschiedet sich China nach fast 14 Jahren von seiner bisherigen "umsichtigen" Strategie. Im Fokus stehen nun die bevorstehenden jährlichen Beratungen der Zentralen Wirtschaftskonferenz, die am Mittwoch beginnen.
In China und Hongkong schrumpfte der Kurssprung an den Börsen rasch, während die Anleger auf genauere Einzelheiten zu möglichen Anreizen warteten. Citigroup berichtete, dass Investoren bereits vor den Ankündigungen des Politbüros bullische Positionen bezogen hatten. Der australische Markt zeigte einen Rückgang im Tagesverlauf, da die Reserve Bank of Australia die Zinsen erwartungsgemäß nicht veränderte, aber angab, dass der Inflationsdruck nachlasse.
In einem weiteren Zug hat chinesische Hersteller damit begonnen, den Verkauf von wichtigen Drohnenkomponenten in die USA und Europa zu beschränken. Westliche Offizielle erwarten umfassendere Exportbeschränkungen im neuen Jahr.

