Optimismus an den Märkten: Wall-Street-Banken erhöhen S&P 500-Prognosen
Zwei bedeutende Banken an der Wall Street, darunter die Deutsche Bank, zeigen sich optimistisch hinsichtlich der Marktentwicklung im kommenden Jahr. Angetrieben durch robuste Unternehmensgewinne, mögliche Zinssenkungen und einen stabilen KI-Aufschwung könnten die Aktienkurse weiter steigen. Die Deutsche Bank hob ihr Jahresendziel für den S&P 500-Index von 6.550 auf 7.000 Punkte an. Dies entspräche einem Anstieg von 7 % über dem bisherigen Rekordschluss des Index.
Maßgeblich getrieben wird die positive Marktstimmung durch Oracles rekordverdächtige Prognosen und die wachsenden Erwartungen an Zinssenkungen der Federal Reserve. Ein weiteres Hindernis scheinen die von Präsident Donald Trump verhängten Zölle nicht zu sein; das von einigen Analysten befürchtete Schreckgespenst bleibt laut Deutsche Bank aus.
Der Ausblick der Analysten zeigt, dass Aktienbewertungen hoch bleiben könnten, nachdem Unternehmen weiterhin hohe Ausschüttungsquoten anstreben und die Gewinne stabil bleiben. Eine beeindruckende Gewinnsteigerung von über 9,5 % in diesem Jahr und fast 14 % im nächsten Jahr wird prognostiziert, ein Ergebnis deutlich über dem Durchschnitt in nicht-rezessiven Jahren.
Im Hinblick auf mögliche politische Anpassungen prognostiziert die Deutsche Bank, dass die Regierung bei steigenden Risiken für Wachstum oder Inflation einschreiten könnte. Falls die Marktentwicklung durch politische Maßnahmen beeinträchtigt wird, rechnet die Bank mit Korrekturen.
Neben der Deutschen Bank hat auch Barclays ihr Kursziel für den S&P 500 nach oben korrigiert, jedoch mit etwas mehr Vorsicht. Trotz der starken Unternehmensprognosen werden potenzielle Risiken am Arbeitsmarkt und die damit verbundenen Herausforderungen anerkannt. Dennoch erwarten die Barclays-Analysten erhebliche Leitzinssenkungen der Fed, die das Wirtschaftswachstum stabilisieren könnten.

