One-Dyas startet umstrittenes Erdgasprojekt in der Nordsee
Der niederländische Energiekonzern One-Dyas hat mit der Erdgasförderung in der Nordsee begonnen, unmittelbar vor den malerischen Wattenmeerinseln Schiermonnikoog und Borkum. Der Startschuss fiel mit einer Testphase, die bereits erste Gasproduktionsvorgänge umfasst – ein Vorhaben, das durchaus Kontroversen nach sich zieht.
Die Hauptkritikpunkte an dem Projekt speisen sich aus der Sorge um potenzielle Schäden, die dem empfindlichen Ökosystem des Wattenmeers zugefügt werden könnte. Umweltschutzorganisationen und lokale Gemeinden mobilisieren daher gegen das Projekt und bereiten gerichtliche Schritte vor, um die Förderung zu stoppen.
Bereits im vergangenen Jahr wurde eine Förderplattform in der Nähe von Schiermonnikoog errichtet, während ein erster Zugang zu einem Erdgasfeld auf niederländischem Gebiet im Herbst gebohrt wurde. Die Produktion verzögerte sich jedoch durch eine ausgesetzte Genehmigung für ein entscheidendes Infrastrukturprojekt: Ein geplantes Stromkabel, das die Plattform mit einem Offshore-Windpark verbinden soll.
Mit der baldigen Erteilung dieser Genehmigung rechnet One-Dyas fest, und bis zum Frühjahr soll das acht Kilometer lange Kabel durch die Nordsee verlegt werden. Noch ist von deutscher Seite keine Bohrung erfolgt.
Zwar hat das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie die notwendigen Genehmigungen erteilt, jedoch läuft hiergegen ein Einspruchsverfahren. Bis zur Klärung dieser Einwände bleibt die Lage für One-Dyas in Deutschland vorerst ungewiss.

