Once Upon a Puppet (PS5) – Game Review

07. Mai 2025, 19:25 Uhr · Quelle: DailyGame.AT
Once Upon a Puppet ist ein stilvoller Plattformer mit charmantem grafischen Stil, dessen Stärke in der Präsentation liegt, während die Story und das Gameplay eher durchschnittlich sind. Das Spiel bietet solide Unterhaltung, ist jedoch kein Muss und sollte bestenfalls im Angebot erworben werden.

In Once Upon a Puppet begleiten wir das Duo Nieve, ein körperloser Bühnenarbeiter, und Drev, eine hölzerne Puppe, die durch ein magisches Band miteinander verbunden sind. Die Reise beginnt im „Backstage“, einer Welt voller vergessener Requisiten und verworfener Puppen – zurückgelassen von einem König, der nach dem Verschwinden seines Sohnes dem Wahnsinn verfiel.

Was als Suche nach Unabhängigkeit beginnt, wird schnell zu einer märchenhaften Rettungsmission: Die beiden sollen nicht weniger als die Welt retten, indem sie die Erinnerungen des Königs wiederherstellen. Klingt nach einem großen Epos – ist aber in Wahrheit eher eine solide Kulisse, die zwar charmant inszeniert ist, aber nicht wirklich überrascht. Die Erzählung lebt mehr von ihrer Präsentation als von Originalität.

Die Beziehung zwischen Nieve und Drev entwickelt sich angenehm über die Spielzeit hinweg, aber große emotionale Momente oder tiefgreifende Twists bleiben aus. Man merkt: Die Geschichte ist nett, aber sie trägt das Spiel nicht allein.

Bühne Once Upuon a Puppet © Daedalic Entertainment, Screenshot: DailyGame

Bühne Once Upuon a Puppet © Daedalic Entertainment, Screenshot: DailyGame

Grafik und Audio sind absolut solide

Optisch ist Once Upon a Puppet ein echtes Highlight. Der grafische Stil erinnert mich sofort an Little Nightmares 2, nur ohne den konstanten Albtraum-Flair. Es ist märchenhaft, handgemacht, theatralisch – ein Spiel, das aussieht wie eine liebevoll gestaltete Bühne mit Kulissen aus Holz, Pappe und Fäden. Ich mag diesen Look sehr – er ist kein grafischer Quantensprung, aber sehr stimmungsvoll und schön gemacht.

Die Animationen der Figuren passen zum Material – man sieht förmlich das Holz wackeln und die Mechanik quietschen. Die Welt wirkt lebendig, ohne realistisch zu sein – genau mein Ding.

Akustisch bleibt Once Upon a Puppet eher im Hintergrund. Der Soundtrack ist nett, unaufdringlich und untermalt die Szenerie gut. Mir ist nichts störend oder besonders im Ohr geblieben – was in diesem Fall bedeutet, dass der Sound seine Aufgabe erfüllt hat: Er unterstützt, ohne zu dominieren.

Kulissen Once Upuon a Puppet © Daedalic Entertainment, Screenshot: DailyGame

Kulissen Once Upuon a Puppet © Daedalic Entertainment, Screenshot: DailyGame

Das Gameplay von Once Upon a Puppet

Spielerisch liefert Once Upon a Puppet das, was man von einem Puzzle-Plattformer erwarten darf – nicht mehr, nicht weniger. Es gibt Hebelrätsel, bewegliche Plattformen, schlichte Schiebe-Mechaniken und simple Gegner, die mit einem Treffer töten können. Genre-Veteranen wie Limbo, Inside oder Little Nightmares lassen schön grüßen – das hier ist keine Neuerfindung des Genres.

Ein kleines Alleinstellungsmerkmal ist die Steuerung beider Figuren gleichzeitig: Mit dem linken Stick steuert man Drev, mit dem rechten Nieve. Das erinnert an Brothers – A Tale of Two Sons und sorgt für ein paar nette Koop-Momente im Solo-Gameplay. Neu ist das nicht, aber clever eingebunden und thematisch stimmig.

Die Mechaniken entwickeln sich angenehm im Verlauf der Kapitel weiter – neue Fähigkeiten wie Doppelsprung oder Klettern kommen regelmäßig hinzu. Leider ist nach etwa zwei Dritteln Schluss mit dieser Progression, was das letzte Drittel des Spiels etwas repetitiv wirken lässt. Besonders die Rätsel bleiben über das ganze Spiel hinweg recht simpel – für meinen Geschmack zu simpel.

Kostüme Once Upuon a Puppet © Daedalic Entertainment, Screenshot: DailyGame

Kostüme Once Upuon a Puppet © Daedalic Entertainment, Screenshot: DailyGame

Das Puppenspiel is keine Revolution

Leider macht Once Upon a Puppet auf technischer Seite nicht die beste Figur – zumindest auf der PS5. Ständige Framerate-Einbrüche trüben das ansonsten flüssige Gameplay. Visuelle Bugs wie verschwindende Figuren oder durch den Boden glitschende Gegner sind zwar nicht spielentscheidend, aber trotzdem nervig – gerade in Verbindung mit der etwas hakeligen Kollisionsabfrage und dem One-Hit-Kill-System.

Die Puppe Once Upuon a Puppet © Daedalic Entertainment, Screenshot: DailyGame

Die Puppe Once Upuon a Puppet © Daedalic Entertainment, Screenshot: DailyGame

Fazit zu Once Upon a Puppet

Once Upon a Puppet ist ein stilvoller, solider Plattformer, den man gut mal zwischendurch spielen kann – vor allem, wenn man Lust auf etwas Optisch-Abgefahrenes hat. Die Präsentation ist das stärkste Zugpferd, während Story, Gameplay und Technik eher Mittelmaß bleiben.

Ich würde persönlich eher bei einem guten Angebot zuschlagen als zum Vollpreis. Es ist kein Muss, aber auch definitiv kein Flop – einfach ein kreativer Indie-Titel mit Charme, der an der ganz großen Bühne nur knapp vorbeischrammt.

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[dailygame.at] · 07.05.2025 · 19:25 Uhr
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