Ölpreise unter Druck: Handelskrieg sorgt für merkliche Schwankungen
Nach dem deutlichen Preisanstieg am späten Mittwoch verzeichneten die Ölpreise am Donnerstagmorgen wieder einen leichten Rückgang. Der vorherige Aufschwung war auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zurückzuführen, die vor kurzem in Kraft getretenen Zölle für 90 Tage auszusetzen – allerdings mit der Ausnahme von China, wo die Zölle auf 125 Prozent angehoben wurden.
Am Ölmarkt zeigte sich, dass der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni von seinem bisherigen Jahrestief von unter 59 US-Dollar auf etwa 66 Dollar angestiegen war. Am Donnerstagmorgen notierte der Preis jedoch bei 64,81 Dollar. Auch der Preis für das US-amerikanische WTI-Öl verzeichnete eine ähnliche Entwicklung: Nach einem Anstieg von rund 55 auf etwa 63 Dollar am Mittwoch lag der Preis nun bei 61,79 Dollar.
Die unvorhersehbaren Entscheidungen der US-Regierung in der Zollpolitik tragen erheblich zur Unsicherheit auf den Märkten bei. Die bestehenden konjunkturellen Ängste bleiben bestehen, insbesondere angesichts der weiterhin angespannten Lage im Handelskrieg zwischen den USA und China. Noch vor einer Woche lagen die Preise für Brent- und Crude-Öl bei rund 75 beziehungsweise 70 Dollar.

